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Laboyi Roger Di Padova, Teamlead Global Instrumentation & Functional Safety

Laboyi Roger Di Padova

"Covestro hat mich auf meinen verschiedenen Positionen immer unterstützt"

Von Laboyi Roger Di Padova

 

 

Interview Laboyi Roger Di Padova

Du arbeitest bei Covestro im Bereich Instrumentation & Functional Safety – welche Aufgabenbereiche betreust du hier genau?

Unsere Aufgaben im Bereich Instrumentation & Functional Safety sind sehr breit gefächert. Das liegt unter anderem daran, dass sich unser Bereich aus drei Einheiten zusammensetzt: Funktionale Sicherheit, Instrumentierung und Projektingenieurwesen. Mein Team kümmert sich nicht nur um die globale Standardisierung von technischen Prozessen und Geräten für die Produktionsbetriebe, sondern vor allem um die Unterstützung von Weiterentwicklung und Neubau von Anlagen. Dazu zählt zum Beispiel die technische Beschreibung von Verschaltungen und die Vorgabe von Geräten für eine Anlage, damit diese im Notfall einen zu hohen Druckaufbau während des Produktionsprozesses verhindert. Darüber hinaus kümmern sich unsere Projektingenieure um verschiedene Erweiterungsprojekte und Anlagenüberarbeitungen an unseren Standorten weltweit.

Meine Aufgabe ist es, mit meinen Mitarbeitenden unsere Ziele und Strategien zu definieren und das Team zum gemeinsamen Erfolg zu führen. Wir – als Team, als Abteilung, aber auch als Unternehmen – möchten stetig dazu lernen und uns weiterentwickeln. Dafür müssen alle Fäden zusammengehalten werden.

Wie bist du im Bereich Instrumentation & Functional Safety gelandet, sprich: Welcher Karriereweg liegt hinter dir?

Beruflich bewege ich mich schon lange im technischen Bereich, das hat mir immer schon Spaß gemacht. Ich habe nach der Schule eine Ausbildung zum Fachinformatiker im Rechenzentrumsbetrieb einer großen Baumarktkette gemacht und danach in Köln an der Technischen Hochschule Elektrotechnik mit Schwerpunkt Energietechnik studiert. Meine Diplomarbeit habe ich dann bei RWE geschrieben, wo ich im Anschluss auch noch einige Zeit als Projektingenieur tätig war.

2014 bin ich dann als Betriebsingenieur zunächst zu Bayer Material Science und in dieser Funktion 2015 mit einem Großteil der Belegschaft zu Covestro gewechselt. In dieser Rolle hat sich mein Aufgabenfeld verändert und ich konnte sehr viel Praxiserfahrung als Ingenieur im Betrieb sammeln. Das war enorm wichtig für meinen weiteren Karriereweg.

2017 wechselte ich in den Globalen Einkauf. Der neue Job war eine Umstellung, weil ich nicht länger operativ im Betrieb tätig war, sondern primär strategisch und zudem noch kaufmännisch arbeitete. Zuständig war ich dort für den Einkauf von elektrotechnischen Erzeugnissen. Der Perspektivwechsel war sehr spannend und lehrreich für mich, von dem dort geschaffenen Netzwerk zehre ich noch heute.

2020 führte mich mein Weg wieder zurück in die Technik. Im Bereich Global Project Engineering übernahm ich als Teamleiter erstmals eine Führungsposition. Im Juli 2021 bin ich dann Leiter des Teams Global Instrumentation & Functional Safety geworden und bin glücklich auf dieser Position.


Gab es Schlüsselmomente in Deiner Karriere, die dich auf den Weg gebracht haben, auf dem Du jetzt bist?

Insgesamt war es für mich von großem Wert, dass ich im technischen Bereich gestartet bin. Vor allem meine Tätigkeit als Betriebsingenieur war eine Art Grundausbildung für alles, was danach noch kam. Ich habe die Prozesse im Betrieb kennen gelernt, musste stressige Situationen meistern und auch in Notsituationen an der Anlage einen kühlen Kopf bewahren. Als Ingenieur steigt man häufig mit wenig Praxiserfahrung in den Job ein. Dass ich dann bei Covestro die Möglichkeit hatte, diese Erfahrungen ausgiebig zu sammeln und mir das nötige Vertrauen dafür entgegengebracht wurde, weiß ich sehr zu schätzen.

Die Möglichkeit dann später als Teamleiter beim Global Project Engineering arbeiten zu dürfen, war eine tolle Chance für mich. Diese Rolle hat mir gezeigt, dass mir Führung sehr viel Spaß macht und ich mich in diese Richtung weiter entwickeln wollte. Generell kann ich sagen, dass mich jede Position, die ich in meiner Karriere bisher innehatte, auf die ein oder andere Weise hat wachsen lassen, sowohl beruflich wie auch persönlich.

Du hast bereits verschiedene Positionen und Arbeitgeber kennengelernt – welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede hast du erlebt?

Ich schätze ein familiäres Umfeld sehr. Das habe ich am Anfang meiner Karriere vermisst. Heute bin ich selbst Teamleiter und möchte diesen Aspekt an mein Team weitervermitteln. Wir verteilen uns zum Beispiel auf drei Kontinente – aufgrund der Zeitverschiebung ist ein gemeinsames Meeting nicht immer einfach zu koordinieren. Zudem hat jeder neben der Arbeit noch private Verpflichtungen. Hier braucht es Rücksichtnahme und Verständnis. Sich mit seinen Kolleginnen und Kollegen auf der Arbeit gut zu verstehen und Herausforderungen gemeinsam zu meistern, ist für mich ein sehr wichtiger Punkt, den ich auch in Zukunft nicht mehr missen möchte.

Welche erlangten Kompetenzen (fachlich oder sozial) haben dir am meisten geholfen?

Neugierde und Offenheit. Ich habe immer wieder Prozesse hinterfragt und mich in neue Situationen hineingedacht. Eine natürliche Neugierde entwickeln, einen Blick über den Tellerrand werfen und Fragen stellen – das hat mir sehr geholfen. Ich kann Berufseinsteigenden nur empfehlen, Fragen und Anmerkungen offen mit dem Team, aber auch mit den Vorgesetzen zu kommunizieren. So erlangt man nicht nur schnell ein Verständnis, manchmal kann man auch wichtiges Feedback geben. Zudem zeigt man ehrliches Interesse und wird sichtbarer.

Wie hat dich Covestro bisher in deinem Werdegang unterstützt?

Covestro hat mich auf meinen verschiedenen Positionen immer unterstützt, indem mir das Unternehmen und meine Vorgesetzten stets einen großen Gestaltungsspielraum gegeben haben. Dafür braucht es viel Vertrauen. Ich konnte mich weiterentwickeln, neue Erfahrungen sammeln – auch im Rahmen von Besuchen von Covestro Standorten im Ausland – und wurde immer darin gefördert, Prozesse zu hinterfragen und voranzutreiben. Zudem ermöglicht mir Covestro eine gute Balance zwischen Arbeit und Privatleben. Eine gute Vereinbarkeit mit der Betreuung meiner beiden Kinder im Wechselmodell ist für mich sehr wichtig. Ich bin dankbar dafür, dass ich das mit meinem Vollzeitjob und meiner Führungsposition gut vereinbaren kann.