Anna Püschel, Projektleiterin Stadtsanierung
Es motiviert mich enorm, die Entwicklung meiner eigenen Stadt mitzugestalten.
von Anna Püschel
Wie wird eine Stadt eigentlich lebenswerter? Genau daran arbeite ich im Bereich Stadtentwicklung und Planung bei der Stadtverwaltung Mönchengladbach.
Mein Weg in die Stadtplanung
Nach der Schule habe ich an der RWTH Aachen „Angewandte Geografie“ im Bachelor studiert und mich früh für das Nebenfach „Stadtplanung“ entschieden – ohne damals zu wissen, dass ich damit die Weichen für meinen heutigen Job lege. Im Anschluss folgte der Master im Studiengang „Wirtschaftsgeografie“.
Von Aachen ging es für meine erste Festanstellung zurück in meine Heimat Mönchengladbach. Ich arbeitete im Forschungsbereich – allerdings projektbasiert und befristet. Mit der Zeit wuchs mein Wunsch nach mehr Sicherheit und Planbarkeit im Beruf – vermutlich hat auch Corona dazu beitragen. 2021 bin ich dann bei der Stadtverwaltung gestartet und konnte den Wunsch in die Realität umsetzen.
Stadtverwaltung at it’s best
Für mich war dieser Wechsel genau richtig – und das hat neben der Jobsicherheit auch weitere Gründe:
- Teamzusammenhalt: Ich liebe die Macher-Mentalität bei uns. Wir arbeiten alle auf einer Wellenlänge miteinander. Die Energie, wirklich was bewegen zu wollen, ist spürbar.
- Sinnvolle Arbeit: Mit meinem Job kann ich einen echten Mehrwert erzielen – und zwar für die Bürger*innen in Mönchengladbach und nicht für den Geschäftsführer eines Unternehmens.
- Flexibilität: Häufig untypisch in einer Behörde: Ich starte meinen Arbeitstag relativ spät, damit ich mich morgens um Kind und Hund kümmern kann. Kolleg*innen hingegen beginnen ihren Arbeitstag um 6:30 Uhr. Das ist aber völlig unproblematisch, da wir keine Kernarbeitszeiten und ein Gleitzeitsystem haben.
- Überschaubare Strukturen: Mönchengladbach hat für mich eine angenehme Größe – vielfältige Themen, aber trotzdem behält man stets den Überblick.
- Sichtbare Ergebnisse: Ich arbeite unter anderem an Städtebauförderprojekten. Das Besondere: Viele Ergebnisse sehe ich auch privat in meiner Freizeit und kann diese als Mönchengladbacher Bürgerin wahrnehmen. Ein Projektbeispiel, welches vor meinem Start bei der Stadtverwaltung umgesetzt wurde: Etablierung von Sonntagsöffnungszeiten in unserer Stadtbibliothek. Mit der Umsetzung dieses Städtebauförderprojekts hat Mönchengladbach eine Vorreiterrolle innerhalb Deutschlands eingenommen.
Mein Job: Mönchengladbach von morgen gestalten
Die städtischen Projekte in unserer Abteilung Stadterneuerung und Stadtsanierung sind vielfältig. Abhängig von der jeweiligen Projektphase bin ich im Verlauf der Woche mit vielen unterschiedlichen Akteuren im Austausch – von der Kämmerei über die Wirtschafsförderung, das Quartiersmanagement bis hin zu Immobilieneigentümern. Dabei bringt der Mix von Büroarbeit und Standortterminen, z. B. bei Beteiligungsformaten mit Bürger*innen, eine angenehme Abwechslung. Kein Tag ist wie der andere – und genau das macht den Job so spannend.
Netzwerk-Chancen beruflich und privat
Ein schöner Nebeneffekt: Direkte Kolleg*innen von mir haben ebenfalls in Aachen studiert und kommen auch aus Mönchengladbach. Kennengelernt haben wir uns allerdings erst während unserer Tätigkeit im Fachbereich. Beruf und Privatleben verbinden sich hier oft ganz natürlich – vor allem wenn man wie ich, in Initiativen oder Vereinen aktiv ist.
Mein Tipp bei der Jobsuche: Man muss nicht immer weit weg gehen, um einen erfüllenden Job zu finden. Manchmal liegt die beste Chance direkt vor der eigenen Haustür.
41050 Mönchenglabdach