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Checkliste für Deine Gehaltsverhandlung

Alle wichtigen Faktoren, die Dein Ingenieur-Gehalt beeinflussen, auf einen Blick!

Von Leila Weltersbach

 

 

    Daten & Fakten

    Die Ingenieurbranche vergrößert sich stetig. Der Maschinenbau ist der größte Arbeitgeber und die Automobilindustrie ist die stärkste Wirtschaftskraft in Deutschland. Ingenieure werden in allen Branchen gesucht und auch die Verdienstmöglichkeiten von Maschinenbauingenieur,  Bauingenieur, Elektrotechniker und Co. sind besser denn je. Die Ingenieur-Einstiegsgehälter liegen mit durchschnittlich zwischen 40.000 und 50.000 € deutlich höher als in anderen Berufen. Es handelt sich dabei – genau wie bei allen Gehaltsangaben im Text – um das Bruttojahresgehalt bei einer Vollzeit-Beschäftigung, das z.B. auch die Verhandlungsbasis in Gehaltsgesprächen ist.

    Ingenieure werden dringend gebraucht und für ihre wichtige Arbeit sehr gut honoriert. Das deutsche Ingenieurwesen ist erfolgreich und gewaltig. Aber nicht alle Ingenieure werden gleich bezahlt. Wieviel Geld Du tatsächlich als Ingenieur bei Deinem Berufseinstieg und als Young Professional später verdienen kannst, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Wir geben Dir hier den Überblick, welche das sind, wo Du die besten Chancen auf ein hohes Ingenieur-Einstiegsgehalt hast und wie Du selbst Deinen Teil dazu beitragen kannst.

    1. Angebot und Nachfrage

    Die Situation auf dem Arbeitsmarkt für Ingenieure sieht sehr gut aus. Branchenführer aus Maschinenbau, Automobilindustrie und der Chemischen Industrie haben in den vergangenen Jahren ihre Umsätze enorm gesteigert. Grade Innovationen wie Künstliche Intelligenz und Elektromobilität beflügeln den Arbeitsmarkt für Ingenieure in Deutschland, was sich auch positiv auf die Gehälter auswirkt. Momentan verdient z.B. ein Maschinenbauingenieur durchschnittlich 46.200 €, während er vor 5 Jahren durchschnittlich 42.500 € im Jahr machte. Auch in den nächsten Jahren kann man davon ausgehen, dass sich der Arbeitsmarkt im Ingenieurwesen positiv weiterentwickelt. Das bedeutet auch, dass das durchschnittliche Ingenieur-Einstiegsgehalt über alle Branchen hinweg weiterhin steigt. Innerhalb der letzten 5 Jahren stieg es um 7,8 %.

    2. Der Jobeinstieg

    Als Absolvent hast Du 2 Möglichkeiten in das Ingenieurwesen einzusteigen: Zum einen den Direkteinstieg und zum anderen ein Traineeprogramm. Im Durchschnitt liegt Dein Ingenieur-Einstiegsgehalt als Trainee rund 11 % unter dem bei einem Direkteinstieg. Da sich Traineeprogramme im Ingenieurwesen immer weiter durchsetzen, werden sie perspektivisch auch besser honoriert. Der Unterschied zwischen den Ingenieur-Gehältern gleicht sich jedoch nach der Einstiegsphase sehr schnell an. Je mehr Jahre Berufserfahrung Du im Unternehmen sammelst, desto mehr wirst Du auch verdienen. Absolventen von Ingenieur-Traineeprogrammen verdienen im Anschluss in der Regel mindestens genauso gut wie ehemalige Direkteinsteiger.  

    3. Die Branche

    Dein Ingenieur-Einstiegsgehalt hängt auch von der Branche ab, in der Du arbeiten wirst. Im Bauwesen verdienst Du in Deutschland als Berufsstarter durchschnittlich 40.900 €, während Du beim Berufseinstieg in die Chemische Industrie und die Verfahrenstechnik mit 49.100 € rechnen kannst. Die Unterschiede sind auch im weiteren Karriereverlauf signifikant. Professionals in der Chemieindustrie verdienen z.B. durchschnittlich 76.000 €, während das Durchschnittsgehalt im Bauwesen bei ca. 52.000 € im Jahr liegt. Die größten Verdienstmöglichkeiten hast Du als Ingenieur in der Chemischen Industrie und der Automobilindustrie. An der unteren Grenze der Gehaltsperspektiven liegt die Logistik-Branche. Wobei Du auch hier im Vergleich zu anderen Berufen überdurchschnittlich gut verdienst.

    4. Das Unternehmen

    Für alle Branchen des Ingenieurwesens gilt die Faustregel: Je größer das Unternehmen, desto mehr verdienst Du. Das bedeutet nicht, dass Du in einem kleinen oder mittelständischen Betrieb nicht gut dastehst. Bei kleinen und mittelständischen Ingenieur-Arbneitgebern z.B. verdienst Du durchschnittlich 43.300 € zu Beginn Deiner Karriere. In einem Großkonzern sind es im Durchschnitt in der gleichen Position 49.900 €. Nicht zu vergessen sind hierbei die sogenannten Hidden Champions: Mittelständische Unternehmen, die ihren Umsatz jährlich deutlich steigern, international erfolgreich und wichtige Mitstreiter auf dem Markt sind. Gleichzeitig sind diese Unternehmen noch weitestgehend unbekannt. Wenn Du bei einem Hidden Champion arbeitest, liegt Dein Ingenieur-Einstiegsgehalt ebenfalls weit oben.

    5. Das Berufsfeld

    Der Verdienst von Ingenieuren generell liegt über dem Einkommensdurchschnitt in Deutschland. Es gibt aber auch in Bezug auf die verschiedenen Tätigkeiten große Unterschiede beim Gehalt. Beispielsweise verdient man als Ingenieur in der Entwicklung mit einem Ingenieur-Einstiegsgehalt von 48.500 € deutlich mehr als ein Ingenieur in der Forschung mit 42.200  € im Jahr. Am meisten verdienen Projektingenieure und Entwicklungsingenieure. Diese Zahlen sind Durchschnittswerte und hängen ebenfalls stark vom jeweiligen Arbeitgeber ab.  

    6. Der Vertrag

    Im Schnitt verdienen Ingenieure in Unternehmen ohne Tarifbindung weniger als bei Arbeitgebern, die Tarifverträge haben. Ingenieur-Arbeitgeber, die sich tariflich binden und mit Gewerkschaften arbeiten, bieten grundsätzlich eine größere Verdienstsicherheit. Mit Tarifvertrag verdienen Ingenieure durchschnittlich zwischen 8,8 und 17,7 % mehr. Aber auch ohne Tarifvertrag kannst Du als Ingenieur mit den entsprechenden Bonuszahlungen mehr verdienen als ein Ingenieur mit Tarifvertrag.

    7. Die Zusatzleistungen

    Dein Ingenieur-Einstiegsgehalt wird sich aus Deinem monatlichen Grundgehalt und einer individuellen "variablen Vergütung" zusammensetzen. Dabei handelt es sich um erfolgsabhängige Zusatzleistungen und Bonuszahlungen und damit freiwillige Zahlungen Deines Arbeitgebers. Unternehmen zahlen häufig ein sogenanntes 13. Gehalt oder auch Weihnachtsgeld. Andere Möglichkeiten sind Urlaubsgeld, eine betriebliche Altersvorsorge oder Geldprämien. Es gibt aber auch Prämien und Boni, die nicht mit Deiner Gehaltsabrechnung ausbezahlt werden. Beispiele sind materielle Benefits wie Dienstfahrzeuge, Diensthandys, Laptops und Weiterbildungsmaßnahmen. Was Du später neben Deinem Grundgehalt bekommst hängt von Deinem Arbeitgeber ab. Sicher ist aber, je weiter Du Dich vorgearbeitet hast, desto mehr Zusatzleistungen erhältst Du auch.

    8. Die Verantwortung

    Mit wachsender Verantwortung, steigt auch Dein Gehalt. Ein klarer Indikator dafür ist Personalverantwortung. Je größer die Anzahl der Mitarbeiter, für die Du die Verantwortung trägst, desto höher ist in der Regel Dein Ingenieur-Einstiegsgehalt. Manager und Geschäftsführer haben folgerichtig die höchsten Ingenieur-Gehälter. Produktionsleiter im Maschinenbau oder Bauleiter tragen ebenfalls eine große Verantwortung im Unternehmen und erreichen daher auch häufig ein überdurchschnittliches Jahresgehalt im sechsstelligen Bereich.

    9. Die Berufserfahrung

    Grundsätzlich gilt: Je mehr Berufserfahrung Du im Ingenieurwesen sammelst, desto mehr verdienst Du von Jahr zu Jahr. Im Durchschnitt steigen die Gehälter von Ingenieuren nach 5 Jahren langsam und nach 10 Jahren Berufserfahrung erheblich an. Nach 10 Jahren im Job verdienen Ingenieure über alle Berufsgruppen hinweg durchschnittlich 58.000 €. Nach dem 10. Berufsjahr liegt das Ingenieur-Gehalt im Durchschnitt zwischen 66.000 und 80.000 € pro Jahr. Die Gehaltsspanne von erfahrenen Ingenieuren ist also insgesamt sehr groß und bewegt sich auf einem vergleichsweise hohen Level.

    10. Die Qualifikation

    Du hast auf viele Faktoren, die sich auf Dein Einstiegsgehalt auswirken, keinen direkten Einfluss. Was Du jedoch beeinflussen kannst ist Deine Qualifikation. Je höher Dein Abschluss ist, desto höher liegt Dein Ingenieur-Einstiegsgehalt. Mit einem Master verdienen Ingenieure im Durchschnitt 7,3 % mehr als Bachelorabsolventen. Wenn Du promoviert hast, sind es insgesamt ganze 26 % mehr als mit einem Bachelor. Die Art Deines Abschlusses bzw. die Hochschule, an der Du ihn gemacht hast, ist eher unerheblich. Dein Ingenieur-Einstiegsgehalt hängt nicht davon ab, ob Du an einer staatlichen Uni oder einer privaten Fachhochschule studiert hast. Im Endeffekt zählen Deine Fähigkeiten und Deine Arbeitsmoral.

    11. Die Region

    Als Ingenieur kannst Du über ganz Deutschland verteilt Arbeitgeber finden. Was sich jedoch je nach Region unterscheidet, sind die Ingenieur-Gehälter. Und das sogar ziemlich deutlich. Beispielsweise beträgt das durchschnittliche Ingenieur-Einstiegsgehalt in Baden-Württemberg bei 46.300 €, während Mecklenburg-Vorpommern mit einem Durschnitt von 35.900 € im Jahr das Schlusslicht bildet. Generell fällt auf, dass Ingenieure im Süden und Westen Deutschlands mehr verdienen können als im Osten und Norden. Das liegt sowohl an den verschiedenen Wirtschaftslagen der Bundesländer und Regionen, als auch daran, dass der Süden die historisch gewachsene Heimat der Maschinen- und Fahrzeugbauer ist. Fast alle großen Unternehmen des klassischen Ingenieurwesens sitzen in Baden-Würtemberg und Bayern.

    12. Dein Verhandlungsgeschick

    Am Ende hängt es auch von Deinen taktischen Skills ab, wie viel Du im Beruf als Ingenieur verdienen kannst. Beim Ingenieur-Bewerbungsgespräch und den Jahresgesprächen mit Deinem Arbeitgeber hat Deine Verhandlungsfähigkeit einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf Dein Ingenieur-Einstiegsgehalt. Um gut verhandeln zu können, musst Du Deinen Marktwert einschätzen können. Informiere Dich also vorher, indem Du aktuelle Zahlen und Statistiken recherchierst und Dich in Deinem Bekanntenkreis umhörst, ob Ingenieure mit längerer Berufserfahrung darunter sind. Der Austausch mit Experten wird Dir bei der Vorbereitung am meisten helfen. So kannst Du beim Vorstellungsgespräch optimal über Dein Ingenieur-Einstiegsgehalt verhandeln und das Beste für Dich herausholen.

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