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Chemische Industrie

Was kommt in diesem Wirtschaftszweig auf Dich zu und wo kannst Du arbeiten?

Von Leila Weltersbach

 

 

    Die Chemische Industrie in Deutschland ist die größte in Europa und die viertgrößte der Welt. Sie macht mit einem Jahresumsatz von 195.500 Milliarden Euro in 2017 ganze 10 % des Gesamtumsatzes des Verarbeitenden Gewerbes aus. Die deutsche Chemieindustrie ist besonders innovationsstark, da sie dauerhaft an Lösungen für die Sicherheit von Mensch und Umwelt forscht. Aktuell sind etwa 447.000 Personen in dieser Branche beschäftigt.  

    Die Produkte, die in der Chemischen Industrie entwickelt werden, sind für Normalverbraucher gar nicht sichtbar. Und trotzdem stecken sie in fast allem, was wir täglich benutzen. Vom Shampoo über Kaffeemilch bis hin zum Düngemittel für Orchideen – überall ist die Chemische Industrie Voraussetzung für die Herstellung von alltäglichen und überlebenswichtigen Gütern. In der Chemischen Industrie arbeiten Ingenieure an der Umsetzung von Materialien und Chemikalien im technischen Maßstab. Sie ist der Industriezweig am Anfang der Wertschöpfungskette, der Stoffe für die Weiterverarbeitung herstellt.  

    Was kommt auf Dich zu?

    In der Chemischen Industrie, oder auch Chemieingenieurwesen, arbeitest Du als Verfahrenstechniker oder Chemieingenieur an funktionierenden, wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Verfahren zur Umsetzung von Stoffen. Verschiedene Stoffe werden dabei so miteinander kombiniert und verändert, dass ein neues Produkt entstehen kann. Als Ingenieur in der Chemischen Industrie gestaltest Du chemische Produkte wie

    • organische und anorganische Grundstoffe,
    • Reinigungsmittel,
    • Körperpflegemittel,
    • Düngemittel,
    • Schädlingsbekämpfungsmittel,
    • Kunststoffe,
    • pharmazeutische Erzeugnisse
    • oder Konservierungsstoffe.

    Als Ingenieur in der Chemischen Industrie bilanzierst Du Stoffmengen und Energieströme, Du bestimmst und entwickelst chemische Verfahren, simulierst komplexe Vorgänge, entwickelst und realisierst Geräte und Anlagen und setzt Dich mit der Prozessdynamik auseinander. Generell gilt: Du bist das Bindeglied zwischen Naturwissenschaft und Technik, zwischen der Chemie und dem Maschinenbau. Dein Arbeitsplatz befindet sich vorwiegend in Laboren, aber Du bist auch in den jeweiligen Produktionshallen unterwegs. Die Arbeit in der Chemischen Industrie ist sehr vielseitig. Als Chemieingenieur spezialisierst Du Dich in der Regel auf einen bestimmten Fachbereich. Dazu gehören

    • Bioverfahrenstechnik,
    • technische Elektrochemie,
    • Katalysatorentwicklung,
    • Lebensmitteltechnik,
    • mechanische Verfahrenstechnik,
    • Reaktionstechnik,
    • thermische Verfahrenstechnik
    • sowie die Werkstoffkunde.

    Außerdem kannst Du in der Anlagentechnik oder der klassischen Industrieforschung arbeiten. Die beliebtesten Einsatzfelder in der Chemischen Industrie sind die Produktion von Spezialchemikalien, Feinchemikalien, Medikamenten, Kunststoffen und organischen Grundstoffen.  

    Wo kannst Du arbeiten?

    Stellen für Ingenieure in der Chemischen Industrie sind überall in der produzierenden Industrie zu finden, wo natürliche Rohstoffe chemisch umgewandelt werden. Die Produkte, die dabei entstehen, werden in fast allen Produktionszweigen weiterverarbeitet. Über 20 % der Chemiewaren werden für die Pharmaindustrie produziert. Aber auch in der Umwelt- und Energiewirtschaft, der Biotechnologiebranche, der Lebensmittel-, Papier-, Verpackungs- und Textilindustrie sowie in der Kühlmitteltechnologie und im Druckwesen werden Erzeugnisse der Chemischen Industrie benötigt.

    Es gibt 3 Arten von Arbeitgebern, die zur Chemischen Industrie gehören:

    1. Klassische Chemieunternehmen: 3 große deutsche Chemiekonzerne kommen unter die 10 größten Chemieunternehmen weltweit. Diese sitzen in Ludwigshafen, Leverkusen und München. Weitere große Chemieunternehmen kannst Du in Bad Homburg, Düsseldorf oder in Ingelheim bei Mainz finden.

    2. Pharmahersteller: Die Produktion von Medikamenten und pharmazeutischen Produkten hat einen sehr hohen Stellenwert in der deutschen Industrielandschaft. Die Unternehmen mit den meisten Beschäftigten sitzen in Nürnberg, Mannheim, München, Ulm und Frankfurt.

    3. Lebensmittelhersteller: Die Industrie ist riesig, auch wenn die meisten deutschen Unternehmen mittlerweile von amerikanischen Großkonzernen geführt werden. Die größten Arbeitgeber aus der Lebensmittelindustrie sind in Frankfurt, Berlin, Hamburg und München zu finden.

    Viele Chemieingenieure arbeiten in der chemischen Forschung. Unter den weltweiten Top 100 Forschungsinstituten für Chemie befinden sich 8 deutsche Universitäten. Die Einrichtungen mit den größten chemischen Forschungsfeldern befinden sich in München, Würzburg und Münster. Die Chemische Industrie erstreckt sich insgesamt über ganz Deutschland. Großunternehmen und Konzerne lassen sich bevorzugt in Großstädten nieder. Ähnlich wie im Maschinenbau und der Automobilindustrie gibt es die meisten bekannten Unternehmen im Westen und Süden. Du kannst aber fast in jeder größeren deutschen Stadt einen Arbeitgeber aus der Chemiebranche finden.

    Kurz gesagt:
    • In der Chemischen Industrie arbeitest Du nicht nur in klassischen Chemiekonzernen, sondern auch bei Pharmaunternehmen, Lebensmittelherstellern oder Unternehmen aus der Umwelt- und Energiewirtschaft.
    • Überall dort, wo Rohstoffe so verändert und kombiniert werden, dass daraus neue Produkte entstehen, werden Chemieingenieure benötigt.
    • Du kannst Dich in der Chemischen Industrie auf Katalysatorentwicklung, technische Elektrochemie oder thermische Verfahrenstechnik spezialisieren.
     
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