Ardijan Hoxhaj, Vermessungstechniker
Bei der Stadtverwaltung kann ich Sicherheit und klare Strukturen mit echten Entwicklungsmöglichkeiten verbinden – deswegen ist sie die ideale Arbeitgeberin für mich.
von Ardijan Hoxhaj
Ohne Vermessung gäbe es keine gesicherten Grundstücksgrenzen, keine verlässlichen Bauprojekte und auch kein funktionierendes Navigationssystem. Genau hier komme ich ins Spiel.
Wie ich zur Stadtverwaltung gekommen bin
Vor meiner aktuellen Tätigkeit war ich zunächst bei der Bundeswehr und hatte dort die Möglichkeit, ein vierwöchiges Praktikum zu absolvieren. Dieses Berufspraktikum habe ich im Bereich der Vermessung gemacht – und war sofort begeistert. Nach fünf Jahren Bundeswehr habe ich mich deshalb für eine Ausbildung zum Vermessungstechniker in einem kleinen Büro eines öffentlich bestellten Vermessungsingenieurs (ÖBVI) entschieden.
Nach der Ausbildung war für mich klar: Ich suche eine langfristige Perspektive, geregelte Arbeitszeiten ohne Wochenend- oder Schichtarbeit und gleichzeitig Entwicklungsmöglichkeiten. Bei der Stadtverwaltung Mönchengladbach habe ich genau das gefunden. 2022 bin ich in meinem Beruf gestartet.
Was meinen Job in der Vermessung ausmacht
Als Vermessungstechniker arbeite ich im Bereich der Liegenschaftsvermessung. Hier trage ich dazu bei, dass Planungen, Bauvorhaben und Eigentumsverhältnisse in unserer Stadt verlässlich und rechtssicher umgesetzt werden. Besonders spannend ist für mich das Zusammenspiel aus Präzision, rechtlicher Verantwortung und Bürgernähe sowie die Abwechslung durch Außen- und Innendienst.
Ich verbinde klassische Vermessung mit modernen Methoden. Neben bewährten Verfahren setze ich gezielt neue Technologien ein, um die Vermessung digital und zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Dazu gehört beispielsweise der Einsatz von Drohnen zur Aufnahme schwer zugänglicher Bereiche – als Ergänzung zur klassischen Vermessung. Gleichzeitig bilde ich mich kontinuierlich weiter, um bei Messtechniken, Auswertungsmethoden und Projektorganisation auf dem aktuellen Stand zu bleiben.
Gerade Außendiensteinsätze fordern fachlich, körperlich und mental – und das macht für mich den Reiz dieses Berufs aus.
Welche Kompetenzen im Bereich Vermessung notwendig sind
Hands-on-Mentalität, Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Lernbereitschaft, Technikaffinität und ein mathematisches Grundverständnis bilden die wichtigsten Fähigkeiten. Der Ablauf einer Liegenschaftsvermessung zeigt dir, wieso gerade diese Kompetenzen relevant sind:
Jeder Auftrag entsteht aus einem konkreten Anlass, der als Bedarf bei uns gemeldet wird (z. B. Grenzfeststellung oder Gebäudeeinmessung).
Im Innendienst wird der Auftrag vorbereitet, Unterlagen aus dem Liegenschaftskataster werden ausgewertet und die Messung wird geplant.
Im Außendienst fahren wir dann im Team mit unserem Equipment zur Messstelle - ob Sonnenschein oder nicht, es geht bei Wind und Wetter raus.
Vor Ort sichern wir die Messstelle und bauen unsere Messgeräte auf. Fun Fact: Häufig werden wir dabei mit einem „Blitzer“ zur Geschwindigkeitsmessung verwechselt.
Jetzt startet die Durchführung der Messung: Wir suchen vorhandene Grenzpunkte, überprüfen deren Lage anhand der Katasterunterlagen und führen die Messung durch. Falls notwendig, werden Grenzen neu festgestellt oder Grenzpunkte abgemarkt. Gerade bei älteren Unterlagen ist dabei oft auch detektivisches Gespür gefragt.
Was im Außendienst meist nicht ausbleibt: Der direkte Kontakt zu interessierten Bürger*innen sowie Eigentümern. Viele nutzen die Gelegenheiten, Fragen zu Grundstücksgrenzen oder Bauvorhaben zu stellen.
Zum Schluss werden die Messdaten ausgewertet und mit den bestehenden Daten des Liegenschaftskatasters abgeglichen. Wenn alles passt, werden die Ergebnisse in das Kataster übernommen.
Vorurteil oder Realität? Arbeiten bei der Stadt
Typische Klischees über den öffentlichen Dienst – wenig Dynamik, keine Entwicklungsmöglichkeiten oder Dienst nach Vorschrift – haben sich für mich nicht bestätigt. Im Gegenteil:
Der öffentlichen Dienst bietet mir einen sicheren Arbeitsplatz mit langfristiger Perspektive.
Flexible Arbeitszeiten ohne feste Kernzeit geben mir die Freiheit, einen guten Ausgleich zum Arbeitstag zu schaffen und meinen Hobbies (u. a. Sport, Reisen) nachzugehen.
Während meiner Zeit bei der Stadtverwaltung konnte ich mich fachlich und persönlich weiterentwickeln. Ich bekomme das Vertrauen, mich weiterzubilden, neue Aufgaben zu übernehmen und Verantwortung zu tragen – das motiviert mich jeden Tag mein Bestes zu geben.
Die Grundlage für jeden Außendiensteinsatz ist Teamarbeit. Dabei lernen wir voneinander und wachsen als Team. Besonders schätze ich die ausgeprägte Hands-on-Mentalität in meiner Abteilung.
Feste Routinen gibt es kaum. Jeder Auftrag ist individuell und erfordert unterschiedliches Know-how. Gleichzeitig sorgen technische Entwicklungen und gesetzliche Änderungen dafür, dass wir flexibel bleiben und uns ständig anpassen.
Für mich ist die Tätigkeit bei der Stadtverwaltung Mönchengladbach genau die richtige Mischung aus Sicherheit, Verantwortung und abwechslungsreicher Praxis.
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41050 Mönchenglabdach