Tobias, BIM-Koordinator

Tobias, BIM-Koordinator

Das Schöne ist, dass nicht jeder Tag gleich ist.


Von Tobias

#TeamZeroCarbon: Lerne Tobias kennen

Tobias ist BIM-Koordinator im Geschäftsbereich Building Technologies in unserer Niederlassung in Dresden. Als Experte für digitales Bauen arbeitet er in der Bauprojektplanung und ist für die Digitalisierung auf der Baustelle verantwortlich.

Was sind Ihre Aufgaben als BIM-Koordinator?

In meiner Rolle steuere, kontrolliere und koordiniere ich den Informationsfluss in Bauprojekten und bilde damit eine wichtige Schnittstelle. Bei mir liegt die Verantwortung für die Strukturierung, die Pflege und die Verwaltung des BIM-Gebäudedatenmodells und die Koordination mit externen Projektbeteiligten wie z.B. Bauherr und Architekt.

Ich bin außerdem für die Digitalisierung auf der Baustelle verantwortlich. Wir setzen die BIM-Software nicht nur im Büro ein, sondern versorgen auch unsere Monteure mit Tablets, auf denen sie die Visualisierungen der TGA in 2D-Zeichnungen verknüpft mit dem 3D-Modell direkt vor Augen haben. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass wir so weniger und gezieltere Rückfragen von der Baustelle an das CAD-Team haben.

Ich führe darüber hinaus aktiv die BIM-Aktivitäten der Niederlassung Dresden. Das heißt, ich organisiere die Mitarbeiterausbildung in Bezug auf BIM-Software (Revit, Dalux) und bin für die Einführung neuer BIM-Software verantwortlich.

Wie sind Sie BIM-Koordinator geworden und wie sind Sie zu ENGIE gekommen?

Ich habe 2015 während meines TGA-Studiums mit Praktika und Werkstudententätigkeit bei der damaligen Cofely, heute ENGIE, begonnen. Ich wollte sehr gerne mal im Ausland arbeiten und bin daher nach dem Studium in die Niederlande nach Utrecht gegangen, wo ich als Projektingenieur für Heizung, Lüftung, Kälte bei einem mittelständischen Anlagenbauer an Projekten in den Benelux-Staaten gearbeitet habe. Dabei hat sich meine Affinität zu BIM ausgeprägt. Die Niederlande sind eines der führenden Länder für Digitales Bauen, und ich meine, dass die Niederlande im Vergleich zu vielen anderen Ländern an der Spitze der 3D-Modellierung stehen. Das Bewusstsein für BIM ist sehr stark ausgeprägt – alle sprechen darüber und teilen ihre Erfahrungen, was sehr wichtig ist, um die BIM-Methode erfolgreich zu etablieren. Nach anderthalb Jahren bin ich dann zurückgegangen in die Heimat und habe als Projektingenieur HLSK bei ENGIE in Dresden begonnen. Meine Leidenschaft für das digitale Bauen hat mich nicht los gelassen, und so habe ich 2020/2021 ein Aufbaustudium zum BIM-Fachingenieur (VDI) absolviert. Dies hat mich zum BIM-Koordinator qualifiziert.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Job?

Das Schöne ist, dass nicht jeder Tag gleich ist. Meine Aufgaben und damit auch mein Tagesablauf sind sehr abwechslungsreich. Was aber täglich dazu gehört und enorm wichtig ist: der enge Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen zu aktuellen Planungsthemen. Es gibt viele Koordinationsbesprechungen, intern, aber auch extern. Ich wechsele außerdem immer wieder zwischen Büro und Baustelle, was mir sehr gut gefällt und auch sehr wichtig ist. Und natürlich sind Modellaktualisierungen an unseren BIM-Modellen engmaschig vorzunehmen und zu prüfen.

Welche Eigenschaften sollte ein BIM-Projektingenieur mitbringen?

Ganz wichtig ist Affinität zu Technik, gepaart mit Organisationtalent und fundiertem IT-Know-how. Fachlich gesehen soll man Kompetenz im Anlagenbau und Baurecht mitbringen. Kommunikationstalent und Teamfähigkeit sind unerlässlich, denn man bildet die Schnittstelle vieler Bereiche – die Rolle als „Koordinator“ muss man ausfüllen können und wollen. Und was natürlich auch hilft, ist ein gutes Netzwerk in der BIM-Community, um auf den neuesten Stand zu bleiben.

Welchen Beitrag leistet BIM für die Mission der ENGIE, den Übergang zur Klimaneutralität zu beschleunigen?

Durch BIM können mehr Dimensionen erfasst werden als in der traditionellen 3D-Betrachtung. Mit 4D und 5D werden Zeit und Kosten erfasst, und weitere Dimensionen des BIM beschreiben den Betrieb sowie Nachhaltigkeits- und Effizienz-Aspekte des Bauvorhabens. So kann bereits in der Planung der spätere Betrieb des Gebäudes mitgedacht und dadurch optimiert werden. Die richtig angewandte BIM-Methode sollte also zu einer effizienteren Planung, sinkenden Baukosten sowie zu mehr Nachhaltigkeit im Gebäudebetrieb führen.

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