Andreas Konejung, Projektleiter Straßenbau
Es macht mich heute noch stolz, wenn ich das Ergebnis meines ersten Bauprojekts im Stadtgebiet sehe.
Von Andreas Konejung
Stadtverwaltung Mönchengladbach x Andreas: Ein langfristiges Jobmatch
Nach seiner Schulzeit hat Andreas eine Ausbildung als Bauzeichner erfolgreich abgeschlossen. Danach wollte Andreas den nächsten Schritt gehen. Deshalb entschied er sich für ein Studium im Bereich Bauingenieurwesen mit der Vertiefungsrichtung Baubetrieb.
Mit dem theoretischen Wissen im Bereich der Bauleitung hat er gezielt nach Jobangeboten bei Kommunen gesucht. Warum? Andreas hat bereits während seiner Ausbildung die Work-Life-Balance des öffentlichen Dienstes geschätzt und diese auch in seinem zukünftigen Job gesucht.
Dann der Jackpot: Ein Jobmatch bei der Stadtverwaltung Mönchengladbach. Der Stadt, wo Andreas auch gebürtig zu Hause ist. Seit 2015 ist er als Stadtmacher tätig.
Ein Tag als Projektleiter Straßenbau bei der Stadtverwaltung
Wie sieht der Alltag eines Bauingenieurs im öffentlichen Dienst aus? Andreas nimmt dich mit:
Der frühe Vogel… Ich beginne meinen Arbeitstag heute im Büro und bin gerade am Arbeitsplatz angekommen. Neben mir sind ein paar weitere Kolleg*innen früh in den Tag gestartet. Grundsätzlich gestalte ich meine Arbeitszeit sehr flexibel – da wir bei der Stadtverwaltung Gleitzeit haben, ist das kein Problem. Der frühe Tagesstart geht dabei meistens gut mit den Anwesenheiten bei Bauprojekten einher.
Ich prüfe zuerst meine E-Mails und verschaffe mir einen Überblick über die Projekte – gibt es offene Fragen oder ungeklärte Details, die den Projektfortschritt unter Umständen behindern?
Nun bereite ich mich auf den nächsten Termin vor. Ich prüfe alle Unterlagen des aktuellen Bauprojekts und werfe dabei insbesondere einen Blick auf die Planung des aktuellen Bauabschnitts und das erstellte Leistungsverzeichnis. In unserer Abteilung werden die Phasen 5-9 der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) umgesetzt.
Jetzt geht es auf die Baustelle. Dort zeigt sich, ob die Planung auch in der Praxis funktioniert. Egal ob Sonnenschein oder Regen: Vor Ort behalte ich den Überblick über den Projektfortschritt. Aktuell betreue ich den Umbau der Turmstraße im Zentrum von Mönchengladbach. Die Turmstraße weist Defizite bei Begrünung, Aufenthaltsqualität sowie den Bedingungen für den Fuß- und Radverkehr auf und ist aufgrund ihrer dichten Bebauung besonders von Hitze betroffen. Daher erfolgt eine klimagerechte und attraktive Umgestaltung. Vor Ort prüfe ich, ob Anpassungen an der bestehenden Planung erforderlich sind, kläre offene Fragen und stelle sicher, dass die Voraussetzungen für einen reibungslosen Bauablauf gegeben sind.
Der Arbeitsaufwand ist bei jeder Baustelle individuell. Manchmal sind es sogar die kleineren Bauprojekte, die aufgrund von Besonderheiten einen höheren Aufwand mit sich bringen.
Ich gehe regelmäßig mit meinen Kolleg*innen in die Pause. Hier kommen wir zusammen und tauschen uns auch außerhalb von Arbeitsthemen miteinander aus.
Volle Konzentration: Damit mich das Mittagstief nicht einholt, habe ich mir bewusst Zeit für konzentrierte Arbeit eingeplant. Heute konkret zur Rechnungsprüfung. Diese Zeit brauche ich auch, denn je nach Bauprojekt erhalte ich Rechnungsunterlagen mit einem Umfang von über 100 Seiten. Grundlage sind die von uns erstellten Leistungsverzeichnisse, die sehr detailliert formuliert werden, um den Arbeitsauftrag zu gliedern.
Gute Vorbereitung bringt Mehrwert: Morgen steht eine Bürgerversammlung zu einem geplanten Bauvorhaben an. An dieser werde ich mit weiteren Kolleg*innen als städtischer Vertreter teilnehmen. Wir werden die Baumaßnahme zunächst vorstellen und bieten den Bürger*innen Raum für ihre Anmerkungen. Die Zeit heute nutze ich, um mich auf die Projektvorstellung vorzubereiten.
Ein früher Tagesstart lässt einen zeitigen Feierabend zu. Das ist nicht immer Standard: Wenn ein Projekt mal mehr Zeit in Anspruch nimmt, werden Überstunden auf meinem Gleitzeitkonto gesammelt. Diese Stunden kann ich an anderen Tagen mit einer längeren Mittagspause, einem frühen Feierabend oder einem Gleitzeittag wieder reduzieren.
Für den heutigen Feierabend steht Rollschuh fahren mit meinen zwei Töchtern auf dem Plan, die bereits zu Hause warten. Nach unserem gemeinsamen Abendessen freue ich mich auf einen entspannten Tagesabschluss.
Good to know, wenn Andreas dein Interesse geweckt hat
Nicht jeder Arbeitstag von Andreas umfasst die gleichen Aufgaben. Für ihn ist jedes Projekt individuell, denn mit jeder Maßnahme werden andere Ziele verfolgt (z. B. Projekte in Bezug auf die Klimaentwicklung), er arbeitet stets mit unterschiedlichen Dienstleistern zusammen und ist mit Bürger*innen im Kontakt.
Für ihn als Mönchengladbacher Stadtmacher besonders spannend „Die Stadt entwickelt sich von einer ursprünglichen Autostadt zunehmend zu einer fahrradfreundlichen Stadt. Es ist interessant zu sehen, wie wir Grünflächen schaffen und das gesamte Stadtbild sich über die Jahre formt. Was mich besonders motiviert: Mittlerweile gibt es viele Stellen im Stadtgebiet, wo die eigene, tagtägliche Arbeit nach außen sichtbar wird.“ Zusätzlich bereitet es Andreas Freude, wenn er einen Mehrwert für die Bürger*innen in Mönchengladbach schaffen konnte und anhand ihrer Reaktionen positives Feedback und Dankbarkeit zurückbekommt.
Du interessierst dich für einen Jobeinstieg im Fachbereich Straßenbau und Verkehrstechnik? Andreas empfiehlt „Bring unbedingt Offenheit, Kommunikationsfähigkeit und Spaß an der Tätigkeit mit. Du bist sehr viel im Austausch mit Kolleg*innen, Dienstleistern und Bürger*innen. Manchmal braucht es auch Diskussionen, um das Projekt erfolgreich zum Abschluss zu bringen."
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41050 Mönchenglabdach