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Vom Elektroinstallateur zum eigenen Ingenieurbüro

Interview mit Dirk Leitsch, Experte für Maschinensicherheit

Von Tim Lamkemeyer

 

 

In seinem Podcast ROCKETENGINEERS spricht Lennard Hermann alle 2 Wochen mit erfahrenen Ingenieuren, Führungskräften oder Beratern über die wichtigsten Learnings auf ihrem Berufsweg. Lennard hat an der RWTH Aachen mit einem Zwischenstopp in Kanada Maschinenbau studiert und arbeitet aktuell als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Fertigungstechnik.

Diese Woche erfahrt Ihr von Dirk Leitsch, wie Ihr Eure Karriere durch einen Unternehmenswechsel beschleunigen könnt, wie sich der Arbeitsalltag von angestellten und selbstständigen Ingenieuren unterscheidet und welche Eigenschaften Ihr mitbringen solltet, um eine gute Führungskraft zu werden. Dirk hat zuerst eine Ausbildung zum Elektroinstallateur gemacht, anschließend an der privaten FH Darmstadt im Fernstudium Elektrotechnik studiert und leitet inzwischen sein eigenes Ingenieurbüro mit dem Schwerpunkt Maschinensicherheit.



Dirk Leitsch


Experten-Tipp: Beschleunige Deine Karriere durch einen Unternehmenswechsel

RocketEngineers: "Du hattest zuerst einen Job als Projektingenieur in einem Konzern und bist dann durch einen Unternehmenswechsel zum Abteilungsleiter eines mittelständischen Unternehmens geworden. Hast Du Dich darauf aktiv beworben oder wie hat das funktioniert? Es passiert ja sehr häufig, dass man sich von einem Unternehmen weg bewirbt, weil man einen Karrieresprung machen möchte. War das bei Dir so geplant oder ist das anders zustande gekommen?"

Dirk Leitsch: "Das liegt immer an der eigenen Planung und daran, was man vor hat – und dann gibt es immer noch Zufälle dazu. Meine Planung war: Ich wollte in meinem ‘alten’ Unternehmen feste Personalverantwortung haben: nicht nur in Projekten, sondern Linienverantwortung. Ich hatte diverse Pläne, was ich da mit meiner Karriere vorhatte.

Das dauert natürlich in so einem Unternehmen, das weiß ich jetzt im Nachhinein auch. Ich habe es aber eiliger gehabt in dieser Zeit und wollte nicht abwarten, dass ich erst 5 Jahre als Projektleiter arbeite und dann vielleicht auf die nächste Stufe und dann noch mal auf die nächste Stufe gehe. Ich hatte da den Drang, dass das schneller gehen soll und habe das auch an meinen Vorgesetzten relativ häufig kommuniziert, dass ich da mehr möchte. Der hat mich aber immer wieder vertröstet und mir gesagt, ich muss ein paar Jahre abwarten.

Dann wurde ich über ein Business Netzwerk immer wieder von diversen Firmen und Headhuntern angeschrieben, die mir dann verschiedene Stellen offeriert hatten. Da war dann auch entsprechend irgendwann die Abteilungsleiter-Stelle dabei und ich bin relativ offen in dieses Gespräch reingegangen und habe gesagt: ‘Okay, Du kannst Dir das ja mal anhören und hast ja nichts zu verlieren.’ Das hat sich dann so interessant für mich angehört, mit so vielen Freiheiten, dass ich dann vom großen Unternehmen zu einem Mittelständler gewechselt bin."

So setzt Du es um

In Deutschland bleiben nur 14 % der Arbeitnehmer ihr Leben lang bei ihrem ersten Arbeitgeber. 66 % der Arbeitnehmer wechseln bis zu 5 Mal den Job. Neben der Unzufriedenheit im alten oder einem besseren Gehalt im neuen Unternehmen spielt vor allem der berufliche Aufstieg beim Wechsel des Arbeitgebers eine wichtige Rolle.

Nach Deiner Einarbeitung dauert es in der Regel einige Jahre, bis Du vom Fachspezialisten zum Teamleiter aufsteigst – z.B. mit Verantwortung für die Entwicklung effizienterer Lademöglichkeiten für Smartphones oder für die Automatisierung einzelner Produktionsstraßen. In kleinen und mittelständischen Unternehmen liegt das vor allem daran, dass es nur wenige Führungspositionen gibt und eine davon frei werden muss, bevor im Idealfall Du an der Reihe bist. In großen Unternehmen gibt es im Gegensatz dazu oft so viele Hierarchie-Ebenen, dass Du Dich nur in kleinen Schritten hocharbeiten kannst und sehr langsam Personalverantwortung bekommst. So ist es auch kaum überraschend, dass das Durchschnittsalter von Mitarbeitern, die mindestens zum unteren Management gehören und Führungsverantwortung haben, bei 42 Jahren liegt. Nur 9 % der Führungskräfte sind unter 30. 

Wenn Du besonders schnell Karriere machen und Führungsverantwortung übernehmen willst, führt für Dich also oft kein Weg an einem Unternehmenswechsel vorbei. Als Ingenieur, der nicht nur im eigenen Team, sondern auch in relevanten Karriereportalen seine Skills zeigt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Du aktiv von Unternehmen angesprochen wirst und Dich nicht zwangsläufig selbst auf die Suche nach einem Job in einem anderen Unternehmen machen musst.

Damit Dich interessante Unternehmen finden können, ist es immer sinnvoll, wenn Du Dich regelmäßig darüber informierst, welche Skills für Deinen Traumjob gerade besonders häufig als Must-have angegeben werden. Dazu nutzt Du am besten fachspezifische Online-Portale und informierst Dich regelmäßig darüber, welche Qualifikationen oft in den ausgeschriebenen Stellen vorkommen..

Mit diesem Vorgehen kannst immer vergleichen, welche der für Führungspositionen ausschlaggebenden Skills Du bereits hast und ob Du vielleicht noch etwas an Deinen BWL-Kenntnissen, Deiner Präsentationstechnik oder Deinem SAP-Wissen arbeiten solltest, bevor Du wirklich bereit für eine Führungsposition bist. Positiver Nebeneffekt dieser Skill-Recherche: Du weißt genau, worauf es den Personalern bei der Auswahl von Führungskräften ankommt und kannst Deine Profile in sozialen Medien oder auf Karriereportalen gezielt etwa auf Deine CAD- oder Programmiersprachen-Kenntnisse ausrichten.

Das ganze Interview im Podcast anhören

Als Ingenieur bist Du in der glücklichen Position, dass Du von anderen Unternehmen angesprochen und angefragt wirst, ob Du Dir nicht einen Jobwechsel in eine höhere Position vorstellen könntest. Dafür solltest Du Dein Profil bei fachspezifischen Karriereportalen aber so ausrichten, dass dort auch Deine relevanten Skills hervorstechen. Wie Du die rausfindest und wie sich die Arbeitsweise vom Projektingenieur von der Arbeitsweise einer Führungskraft verändert, erfahrt Ihr in Folge #29 vom ROCKETENGINEERS-Podcast.

DARUM GEHT'S IN FOLGE #29:
  • 01:10 – Vorstellung von Dirk Leitsch
  • 07:30 – Was bedeutet eine erfolgreiche Karriere für ihn?
  • 09:15 – Welche Vor- und Nachteile hat die Position als Führungskraft?
  • 14:00 – Wie kam es zu seinem Karrieresprung durch den Unternehmenswechsel?
  • 17:30 – Wie wichtig ist unternehmerisches Denken als angestellter Ingenieur?
  • 20:45 – Wie unterscheidet sich der Arbeitsalltag von einem angestellten und einem selbstständigen Ingenieur?
  • 23:30 – Welche Eigenschaften von Mitarbeitern sind für Führungskräfte besonders wertvoll?
  • 28:00 – Ende von Episode #29
 

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