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Vom Industrial Engineering-Studenten zum Global Marketing Manager

Interview mit Dr. Philipp Schmid aus der Wind- und Stahlindustrie

Von Tim Lamkemeyer

 

 

In seinem Podcast ROCKETENGINEERS spricht Lennard Hermann alle 2 Wochen mit erfahrenen Ingenieuren, Führungskräften oder Beratern über die wichtigsten Learnings auf ihrem Berufsweg. Lennard hat an der RWTH Aachen mit einem Zwischenstopp in Kanada Maschinenbau studiert und arbeitet aktuell als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Fertigungstechnik.

Diese Woche erfährst Du von Dr. Philipp Schmid, wie Du Dich mit Deinen Profilen bei verschiedenen Karriere-Portalen optimal präsentierst, mit welchen Inhalten Du Dich positiv von den anderen geteilten Beiträgen abhebst und wie die Arbeit in einem Ingenieur-Verband aussieht. Philipp hat an der Hamburger Fern-Hochschule Industrial Engineering studiert. Inzwischen ist er Global Marketing Manager und Vorstand der AG Wind im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA).



Dr. Philipp Schmid


Experten-Tipp: Lass nicht jeden in Dein Netzwerk

ROCKETENGINEERS: "Es kennt sicher jeder: Man loggt sich bei LinkedIn oder Xing ein und hat eine Kontaktanfrage von jemandem, den man überhaupt nicht kennt – und dann oft auch noch ohne Nachricht dazu. Ich weiß nicht, wie mein Bezug zu diesen Personen ist, was die überhaupt machen … Wie entscheide ich am besten, welche Leute ich als Kontakt annehme und welche nicht?"

Dr. Philipp Schmid: "Ich entscheide das so, dass ich nur Kontakte von Leuten annehme, die ich kenne. Ausnahmen sind Leute, die in meine Zielgruppe passen. Wenn mich jetzt ein Ingenieur von einem Kunden kontaktiert, nehme ich die Anfrage an. Oder wenn ich das Ziel habe ‘Ich möchte mein Netzwerk erweitern’, dann nehme ich das auch an. Wenn ich z.B. von Dir, Lennard, eine Anfrage bekommen würde, dann würde ich die annehmen, weil ich sehe: ‘Hey, der macht Podcasts, das ist spannend, das finde ich interessant.’

Aber wenn derjenige nichts hat, was für Dich irgendwie interessant ist, würde ich das nicht annehmen. Wenn es nicht Deine Zielgruppe ist, oder niemand, von dem Du etwas lernen kannst, oder mit dem Du Dich über ein Thema interessant unterhalten kannst, dann würde ich das nicht annehmen. Das macht überhaupt keinen Sinn."

So setzt Du es um

Je mehr Kontakte Du in Deinem beruflichen Netzwerk hast, desto besser – oder?! Diese Faustregel ist auf der einen Seite durchaus richtig, weil in großen Netzwerken eher die Chance besteht, dass Du etwa für Dein Anliegen zu neuen Umweltschutzbestimmungen oder der neu anzuschaffenden Produktionsanlage den richtigen Ansprechpartner findest. Auf der anderen Seite solltest Du aber auch nicht jeden annehmen, der Dir eine Kontaktanfrage schickt, damit Du Dich beim Netzwerken auf die Personen konzentrieren kannst, die für Deine Arbeit einen wirklich Mehrwert haben.

Ehemalige Klassenkameraden, die Party-Bekanntschaft oder andere Personen, bei denen Du auch auf den zweiten Blick keinen beruflichen Kontext feststellen kannst, solltest Du lieber nett darum bitten, ihre Kontaktanfragen von Xing oder LinkedIn in privat genutzte Medien wie Facebook oder Instagram zu verlagern. Es besteht zwar immer die Chance, dass sich auch durch solche Kontakte irgendwann weitere spannende Mitglieder für Dein berufliches Netzwerk ergeben, aber bei Xing und LinkedIn verwässern sie oft eher Deinen Newsfeed: Bei zu vielen privaten Kontakten besteht nämlich schnell die Gefahr, dass Du beim Scrollen durch Deinen Feed nicht mehr nur die heißesten News zu Motoren, Robotern oder Bauvorschriften erhältst, sondern sich immer wieder auch Beiträge etwa über Marketing oder Flechtfrisuren einschleichen. Im schlechtesten Fall übersiehst Du dadurch sogar Beiträge, die für Deine alltägliche Arbeit relevant sein könnten.

Aber wie finde ich heraus, ob es sich “lohnt”, mit einer Person bei LinkedIn oder Xing vernetzt zu sein? 

Das ist eigentlich ganz leicht: Wenn die Person Dir mit der Kontaktanfrage einen Text geschickt hat, der etwa auf ähnliche Studienfächer oder die Arbeit in der gleichen Branche hindeutet, solltest Du die Anfrage annehmen. Du kannst Dir aber natürlich auch immer das Profil des anderen Nutzers angucken und selber “recherchieren”, wieso er wohl gerade Dir eine Kontaktanfrage geschickt hat. Dabei solltest Du aber nicht nur auf die Hard Facts wie seinen Studiengang, sein aktuelles Unternehmen oder das Thema seiner Dissertation gucken. Wirf immer auch einen Blick darauf, ob und welche Beiträge Dein potenzieller Kontakt bereits geteilt hat. Findest Du die Beiträge spannend, nimm seine Anfrage an, findest seine Themenwahl und das gesamte Profil eher langweilig, dann kannst Du Anfragen auch mit gutem Gewissen ablehnen.

Und wem soll ich eine Anfrage schicken? 

Deinen Freunden, Kollegen und Kommilitonen kannst Du direkt ohne groß darüber nachzudenken eine Kontaktanfrage bei Xing oder LinkedIn schicken. Aber auch bei Personen, die Du weniger gut oder noch gar nicht persönlich kennst, solltest Du Dich vernetzen – und dabei durchaus mutig sein. Schließlich sind alle Mitglieder der Plattform dort angemeldet, um neue Kontakte zu knüpfen. Du warst auf einer Job-Messe und hast Dich nett mit einem Mitarbeiter aus der Forschung unterhalten? Frag ihn an! Oder Du arbeitest im Technischen Vertrieb und hattest gestern ein nettes Gespräch mit einem potenziellen Kunden? Dann schick auch ihm eine Kontaktanfrage! Wie bereits erwähnt, solltest Du dabei aber auf Nummer sicher gehen und einen kleinen individuellen Text dazu schreiben, damit Dein Gegenüber direkt weiß, wieso es Dich annehmen sollte und woher Ihr Euch kennt.

Wenn Du Dich bei uns registrierst und die ersten Job-Angebote von Ingenieur-Arbeitgebern erhältst, kannst Du übrigens auch Deinen Ansprechpartnern der Unternehmen Kontaktanfragen für Dein berufliches Netzwerk schicken. Auch, wenn Ihr Euch nicht direkt auf eine Anstellung einigen konntet, bleibst Du so auf dem Laufenden, wenn sich in Zukunft doch noch eine spannende Job-Alternative für Dich ergibt.

Tipp: Du solltest bei der Auswahl Deiner Kontakte aber nicht zu wählerisch sein, um regelmäßig in den Kontaktvorschlägen relevanter Personen vorzukommen. Wie oft Du vom jeweiligen Netzwerk dort platziert wirst, hängt nämlich in erster Linie von der Anzahl Deiner eigenen Kontakte ab: Freunde von Freunden werden deutlich häufiger angezeigt als vollkommen Unbekannte.

Das ganze Interview im Podcast anhören

Soziale Netzwerke können Dir dabei helfen, Dich bei potenziellen Arbeitgebern bekannt zu machen und den Kontakt zu ehemaligen Kommilitonen oder Kollegen aufrechtzuerhalten. Dafür muss Dein Profil aber richtig aufgebaut sein – und zwar anders als bei Facebook oder Instagram. Worauf es bei Deinem “seriösen” beruflichen Auftritt bei Xing oder LinkedIn ankommt und wie man in Ingenieur-Verbänden Kontakte knüpfen kann, erzählt Euch Philipp in Folge #40 im ROCKETENGINEERS Podcast.

Darum geht's in Folge #40:
  • 03:00 – Vorstellung von Dr. Philipp Schmid
  • 07:15 – Wird sich der Bewerbungsprozess von der klassischen Bewerbung hin zur Bewerbung per LinkedIn oder Xing wandeln?
  • 08:45 – Welche Vorteile hat es, wenn man sich bei beruflichen Netzwerken anmeldet?
  • 12:15 – Worauf sollte ich bei meinem Profil in beruflichen Netzwerken achten?
  • 15:15 – Welche Beiträge sollte man posten?
  • 19:30 – Welche Kontakte sind für das eigene Netzwerk relevant?
  • 21:00 – Wie läuft die Arbeit in Ingenieur-Verbänden ab?
  • 25:00 – Was kann man ab morgen anders machen, um der Karriere neuen Schwung zu verleihen?

    Gesamtlänge dieser Folge: 31:30 Min
 

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