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Frauen im Ingenieurwesen?

Keine Scheu vor der vermeintlichen Männer-Domäne!

Von Tim Lamkemeyer

 

 

Maschinenbau-Vorlesung an einer TH in Deutschland: Der Hörsaal ist voll von jungen, wissbegierigen Männern. Dazwischen sitzen 3 junge Frauen – mehr nicht. Ungefähr so sieht aktuell noch der Alltag in Studiengängen im Ingenieurwesen aus, denn im Durschnitt sind in Deutschland nur 18 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Ingenieurberufen weiblich. Egal ob Maschinenbau, Elektrotechnik, Fahrzeugbau oder Informationstechnik – überall beginnen zu wenige Frauen ein ingenieurwissenschaftliches Studium. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Der Trend geht langsam aber stetig nach oben und es gibt sogar spezielle Job-Events von Unternehmen im Ingenieurwesen, die extra für Frauen ins Leben gerufen werden.

Das Interesse für die Technik und die MINT-Fächer fehlt vielen Mädels schon in jungen Jahren. So zeigt eine OECD-Studie aus dem Jahr 2019: Nur 8,3 % der Neuntklässlerinnen können sich vorstellen, später in einem MINT-Beruf durchzustarten. Bei den Jungs dagegen sind es 21,1 %. Es gibt bereits Initiativen der Bundesregierung, die mehr Mädels an technische und ingenieurwissenschaftliche Studienfächer heranführen sollen, bisher aber noch nicht mit bahnbrechendem Erfolg.

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Studentinnen in Ingenieurwissenschaften

Gerade einmal ein Viertel der Abiturient:innen, die sich für ein ingenieurwissenschaftliches Studium einschreiben, sind weiblich. Jedoch steigen die Zahlen glücklicherweise allmählich. So waren etwa im Jahr 2010 laut VDI nur 10,4 % der Studienanfänger:innen im Bereich Elektro- und Informationstechnik weiblich. Inzwischen sind es 16,3 %.

Es gibt große Unterschiede in Bezug auf die Frauenanteile in den verschiedenen Ingenieurstudiengängen. Einen größeren Frauenanteil gibt es vor allem in den anwendungsnahen Fachrichtungen des Ingenieurwesens. Beispielsweise sind in der Medizintechnik über ein Drittel der Beschäftigten weiblich. Ähnlich sieht es auch im Bau-, Chemie- oder Wirtschaftsingenieurwesen aus.

Besonders gering ist der Frauenanteil dagegen in den klassisch-technischen Ingenieurdisziplinen. Im Maschinenbau, der Elektrotechnik, dem Fahrzeugbau und in der Informationstechnik liegt der Frauenanteil laut VDI bei round about 10 %. Zu beobachten ist, dass sich Frauen eher für Disziplinen interessieren, welche die Technik mit anderen Fachbereichen verbinden und nicht nur rein technologisch geprägt sind. Vor allem die Verbindung von Technik mit Chemie, Biologie oder Wirtschaft sind beliebte Studienfächer bei den angehenden Ingenieurinnen.

Ingenieurinnen in der Arbeitswelt

In der Arbeitswelt steigt die Anzahl der erwerbstätigen Ingenieurinnen kontinuierlich an. Seit 2012 ist die Zahl an berufstätigen Frauen im gesamten Ingenieurwesen um rund 70 % gestiegen. Ingenieurinnen machen damit aktuell einen Anteil von 18,2 % aller Beschäftigten im Ingenieurwesen aus. Aber auch hier gibt es große Unterschiede, sowohl bei den verschiedenen Ingenieur-Branchen, als auch in den Fachbereichen. In Wissenschaft und Forschung sowie in Lehrtätigkeiten ist der Frauenanteil in allen Ingenieurdisziplinen am größten, wohingegen z.B. in der produzierenden Industrie nur wenige Ingenieurinnen zu finden sind.

Bei den verschiedenen Berufszweigen zeigen sich die Unterschiede – ähnlich wie bei der Studienwahl – zwischen den klassischen technischen und den naturwissenschaftlich geprägten Ingenieurberufen. Den größten Frauenanteil mit über 40 % gibt es in der Kunststoffherstellung und dem Chemieingenieurwesen. Besonders wenige Frauen arbeiten dagegen in der Energie- und Elektrotechnik. Der Anteil der Ingenieurinnen liegt hier bei nur 9,8 %. Aber auch in der Metallverarbeitung, der Maschinen- und Fahrzeugtechnik und der Produktionssteuerung kannst Du als Frau eine besondere Vorreiterposition einnehmen.

Spannend ist dabei auch, dass es große regionale Unterschiede bei den Frauenquoten im Ingenieurwesen gibt: In der Region Berlin/Brandenburg liegt der Anteil der Ingenieurinnen etwa bei 23,4 %, während in Rheinland-Pfalz/Saarland nur 16,1 % der Mitarbeitenden im Ingenieurwesen weiblich sind.

Der Arbeitsmarkt für Ingenieurinnen

Die Karrierechancen für Ingenieurinnen stehen äußerst gut. Absolvent:innen – vor allem aus dem Bauingenieurwesen und der Automatisierungstechnik, aber auch aus der Elektrotechnik und dem Maschinenbau – werden auf dem Arbeitsmarkt dringend benötigt. Die Industrie 4.0 mit Robotik und Künstlicher Intelligenz schafft viele neue Arbeitsplätze für Ingenieure und Ingenieurinnen, in denen sie sich nach ihrem ingenieurwissenschaftlichen Studium verwirklichen können.

Dass Frauen auf dem Arbeitsmarkt des Ingenieurwesens schlechtere Chancen als Männer haben, stimmt nicht. So war etwa Caroline Hargrove nach ihrem Ingenieurstudium für 10 Jahre beim Formel1-Team von McLaren für den Rennsimulator verantwortlich und ist Mitbegründerin von McLaren Applied Technologies. Darüber hinaus finden sich auch jede Menge Frauen etwa in Führungspositionen an Unis, im Vorstand von großen Automobilkonzernen oder als Bereichsleiterinnen bei Energieversorgern.

Frauen und Männer sind mit guten Studienabschlüssen und spezifischen Spezialisierungen gleichermaßen bei den Arbeitgebern gefragt. Ingenieurinnen haben in den letzten Jahren sogar Vorteile beim Berufseinstieg, da der Trend dahin geht, bei den Bewerbungen nicht mehr nur auf die Hard Skills zu achten, sondern den Soft Skills mehr Gewichtung zu verleihen. Teamfähigkeit, Kreativität, Verantwortungsbewusstsein und Kommunikationstalent fallen den Absolventinnen häufig leichter und werden bei der Bewerbung im Ingenieurwesen immer wichtiger.

Kurz gesagt:
  • Frauen sind im Ingenieurwesen noch immer in der Minderheit. Langsam aber sicher gibt es allerdings immer mehr angehende Ingenieurinnen in den Unis und auch auf dem Arbeitsmarkt.
  • Der Anteil an Ingenieurinnen ist besonders in Fachbereichen groß, die eine weitere Naturwissenschaft wie Chemie oder Bio mit dem technischen Ingenieurwesen verbinden.
  • Neben den rein technischen Skills kannst Du auch mit Deinen Softskills wie etwa einer guten Kommunikationsfähigkeit überzeugen – hier haben häufig Frauen die Nase vorn.
 

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