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Direkteinstieg vs. Trainee

Welcher Berufseinstieg passt zu Dir?

Von Leila Weltersbach

 

 

Als Ingenieur-Student spezialisierst Du Dich bereits während Deines Studiums auf einen bestimmten Fachbereich. Deshalb ist die Wahl Deines ersten Jobs enorm wichtig. Er ist richtungsweisend, da Du direkt auf Deinem Spezialgebiet die ersten Erfahrungen sammeln kannst. Für Deinen Ingenieur-Berufseinstieg hast Du zwei verschieden Möglichkeiten: Einen Direkteinstieg oder ein Traineeprogramm. Wir zeigen Dir, welcher Einstieg zu Dir passt.

    Der Direkteinstieg

    Du willst direkt nach dem Hochschulabschluss in den Beruf einsteigen und so schnell wie möglich durchstarten? In diesem Fall bewirbst Dich auf eine konkrete Stelle in einem Unternehmen. Beim Direkteinstieg hast Du von Anfang an einen festen Aufgabenbereich, bist Teil eines festen Teams, hast einen eigenen Arbeitsplatz und wirst von Anfang an in die Projektarbeiten mit einbezogen. Du wirst in Deinen ersten Wochen funktionsspezifisch eingearbeitet. Das bedeutet auch: Du hast von Beginn an einen eigenen Verantwortungsbereich und arbeitest eigenverantwortlich an Projekten. So entwickelst Du Dich vom Absolventen zum Young Professional.

    Du verhandelst mit Deinem Vorgesetzten schon im Bewerbungsgespräch über Dein Einstiegsgehalt. Beim Ingenieur-Berufseinstieg sind die Verdienstmöglichkeiten im Durchschnitt sehr gut. Direkteinsteiger im Ingenieurwesen verdienen im ersten Jahr durchschnittlich mehr als Absolventen anderer Studienfächer. Im Durchschnitt verdienst Du als Direkteinsteiger in einem Ingenieurberuf 11 % mehr als ein Trainee. Der Vorteil des Direkteinstiegs ist die frühzeitige Spezialisierung. Du verlierst keine Zeit, um in Deinem Spezialfeld erfolgreich zu werden und Du hast schon von Beginn an eine intensive Weiterentwicklung und Qualifikation in Deinem Bereich. Nach Deinem Start bekommst Du weitestgehend Training "on the Job". 

    Das Traineeprogramm

    Traineeprogramme sind in der Berufswelt seit einigen Jahren im Trend und auch im Ingenieurwesen zahlreich vertreten und sehr beliebt. Dieser Ingenieur-Berufseinstieg wird auch als "Graduate Programs" oder "Nachwuchsprogramme" bezeichnet. Anders als der Begriff vermuten lässt, ist ein Traineeprogramm jedoch keine Ausbildung. Es gibt keinen schulischen Teil. Dennoch ist ein solches Programm dazu da, Dich in den Beruf einzuführen und Dich weiterzuentwickeln. Du erhältst auch Training "off the Job":

    • Weiterbildungskurse,
    • Seminare,
    • Messe-Besuche,
    • und eine individuelle Betreuung durch einen persönlichen Mentor.

    Im Normalfall dauert ein Traineeprogramm etwa 12 bis 24 Monate. Es gibt auch kürzere oder längere, aber in jedem Fall ist die Dauer des Programms vorher im Vertrag festgelegt. Die Begriffe "Trainee" und "Traineeprogramm" sind in Deutschland (noch) nicht geschützt und deshalb solltest Du in den Stellenausschreibungen besonders aufmerksam auf die jeweiligen Rahmenbedingungen schauen. Teilweise haben die einzelnen Unternehmen eigene Bezeichnungen für ihre Einstiegsprogramme. Du kannst sie an Bezeichnungen wie z.B. "StartUp Cross", "Jump Start", "Jump In", "Graduate Program", "Graduate Development" oder "Start In" erkennen. Nach diesen Begriffen solltest Du bei der Suche nach einem Traineeprogramm die Augen offen halten.

    Bei diesem speziellen Ingenieur-Berufseinstieg geht es generell darum, dem Trainee verschiedene Bereiche eines Unternehmens zu zeigen. Meistens durchläufst Du als Trainee in einem Ingenieurberuf mindestens 5 Abteilungen des Unternehmens. Während des Traineeprogramms wechselst Du in der Regel alle 2 Monate den Aufgabenbereich und lernst so verschiedene Bereiche des Unternehmens gut kennen. So sollst Du jeden Bereich gesondert kennenlernen und besser einschätzen können, welcher zu Dir passt. Du lernst das Unternehmen abteilungsübergreifend kennen und entwickelst ein Verständnis für die jeweiligen Abläufe und die Organisation als Ganzes. Wie viele verschiedene Bereiche Du als Trainee durchläufst, hängt davon ab, welches Traineeprogramm Du absolvierst. Im Traineeprogramm werden im Idealfall die Stärken der Trainees individuell gefördert.

    Was das Gehalt im Trainee betrifft gilt grundsätzlich, je größer das Unternehmen, desto mehr verdienst Du zu Beginn. Durchschnittlich verdienst Du beim Ingenieur-Berufseinstieg als Trainee zwischen 39.000 und 51.000 € im Jahr. In welcher Branche Du wie viel verdienen kannst, siehst Du in unserer Gehaltsstatistik.

    Traineeprogramme können standardisiert, halbstandardisiert oder auch ganz individuell aufgebaut sein. Das hängt immer vom Unternehmen ab. Während der Arbeit in den verschiedenen Organisationseinheiten lernst Du als Trainee alle Hauptverantwortlichen des Unternehmens kennen und kannst Dir so schnell ein hilfreiches Netzwerk aufbauen. Traineeprogramme im Ingenieurwesen gelten oft als anspruchsvoll, da Du direkt in alle Arbeitsprozesse mit einbezogen wirst. Dieser Ingenieur-Berufseinstieg ist allerdings ein gutes Karrierefundament und bringt häufig einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit sich.

    Welcher Einstieg passt zu Dir?

    Es gibt in jedem Unternehmen Möglichkeiten für den Ingenieur-Berufseinstieg mit unterschiedlichen Zielen. Verschiedene Unternehmen bieten Studenten auch verschiedene Einstiegsprogramme an. Das hängt im Grunde von der Branche ab. Beim allgemeinen Traineeprogramm lernst Du das Unternehmen mit all seinen Bereichen und Arbeitsprozessen kannen. Beim Start einer Spezialisten-Karriere beschäftigt sich direkt mit einem Bereich und führt Dich in ein spezielles Aufgabengebiet ein. Manche Unternehmen suchen auch gezielt nach Ingenieuren, die von Beginn an auf eine Management-Karriere vorberitet werden. Bei diesen ist es das Ziel, dass Du nach einer bestimmten Zeit Managementtätigkeiten im Unternehmen übernimmst.

    Ob sich für Deinen Ingenieur-Berufseinstieg ein Direkteinstieg oder ein Trainee anbietet, hängt von Deinen Wünschen hab. Wenn Du Dir nach dem Studium noch nicht sicher bist, in welchem Berufsfeld Du Dich spezialisieren möchtest, solltest Du über den Einstieg als Trainee nachdenken, um mehrere Bereiche richtig kennenzulernen. Wenn Du schon genau weißt, in welchem Bereich Deiner Branche Du arbeiten möchtest oder Du bereits Spezialist auf einem Gebiet bist, solltest Du nach einem Direkteinstieg suchen. Beide Wege können Deine Karriere auf individuelle Weise fördern.

    Einige Aspekte haben deine Einstiegswege gemeinsam: Zum Beispiel sind die Einstiegsprogramme meist strukturiert aufgebaut, Du lernst zunächst die Unternehmensstruktur und -kultur kennen und wirst (in Deiner ersten Zeit) von einem oder mehreren erfahrenen Mentoren begleitet. Du führst sowohl beim Direkteinstieg als auch beim Trainee regelmäßig Feedbackgespräche, damit Raum für Deine Fragen geschaffen und Deine individuelle Entwicklung gefördert wird.

    Bei jedem Ingenieur-Berufseinstieg sind die anschließenden Übernahmechancen sehr gut. Als Direkteinsteiger bekommst Du meist von Anfang an einen unbefristeten Arbeitsvertrag und auch Trainees werden schon mit der Aussicht auf eine Übernahme nach Ablauf des Traineeprogramms eingestellt. Welcher Einstieg in den Ingenieurberuf für Dich am besten ist, musst Du selbst herausfinden. Woran Du in jedem Fall ein gutes Einstiegsprogramm erkennst, haben wir für Dich in einer Checkliste zusammengefasst.

    kurz gesagt:
    • In die Ingenieurwelt kannst Du als Direkteinsteiger oder als Trainee starten.
    • Beim Direkteinstieg spezialisierst Du Dich von Beginn an, während Du bei einem Traineeprogramm erstmal mehrere Bereiche des Unternehmen kennenlernst und dich erst nach der Job-Rotation festlegst.
    • Welcher Ingenieur-Berufseinstieg für Dich besser geeignet ist, hängt davon ab was Du möchtest und welcher Arbeitgeber zu Dir passt . Bei beiden Möglichkeiten wirst Du individuell gefördert und hast gute Karriereperspektiven.
     

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