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Erneuerbare Energien

Nicht nur Energietechniker werden für die Energiewende benötigt...

Von Leila Weltersbach

 

 

    In unserer vernetzten Welt, in der eine nahezu grenzenlose Mobilität selbstverständlich geworden ist, steigt nicht nur der CO2-Ausstoß. Wir verbrauchen auch die natürlichen Ressourcen der Erde zur Energiegewinnung. Fossile Brennstoffe wie Erdöl, Kohle und Erdgas werden immer knapper. Deshalb befinden wir uns in einer Phase, die als "Energiewende" bezeichnet wird. Die Politik hat sich mit beschlossenen Gesetzesvorhaben die Veränderung des gesamten Energiesektors auf die Agenda geschrieben. Planmäßig sollen im Jahr 2022 die letzten Atomkraftwerke vom Strom genommen werden – und auch immer mehr Kohlekraftwerke stellen den Betrieb ein. Effiziente, alternative Energiekonzepte in Form von Erneuerbaren Energien sind gefragter als je zuvor. Vor allem der Umweltschutz und Maßnahmen gegen den Klimawandel werden international verhandelt.

    Aber nicht nur Politiker haben sich mit der Energiewende eine große Aufgabe gesetzt, die wichtigste Rolle bei der Umsetzung und Erreichung der Ziele spielen die Ingenieure! Die erneuerbaren Energien bringen "frischen Wind" in das Ingenieurwesen. Für die Entwicklung und den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien werden immer mehr Fachkräfte aus dem Ingenieurwesen benötigt.

    Was sind erneuerbare Energien?

    Um dem Klimawandel und dem zunehmenden Ressourcenverbrauch entgegenzuwirken, werden neue Energiequellen zur Energiegewinnung herangezogen. Erneuerbare Energien sind gefragt. Eine der größten Herausforderungen ist auch die gleichmäßige Auslastung der Netze: Um etwa Stromüberschüsse zu speichern und diese sinnvoll nutzen zu können, wird eine entsprechende technische Infrastruktur benötigt. Zu den erneuerbaren Energien gehören in erster Linie Solarenergie, Wasser- sowie Windenergie. Es handelt sich um Energieträger, die im Prinzip unerschöpflich sind. Im Gegensatz zu diesen brauchen fossile Energiequellen Millionen von Jahre, um sich zu regenerieren – falls das unter den heutigen Bedingungen überhaupt noch möglich ist. Erneuerbare Energien werden umgangssprachlich auch als Grünstrom oder Ökostrom bezeichnet. Die Quellen für die Erneuerbaren Energien sind:

    • Windkraft: Sowohl durch Windräder an Land, als auch durch Offshore Windanlagen wird die Kraft des Windes in nutzbare Energie umgewandelt.

    • Solarkraft: Die Sonnenkraft ist die stärkste erneuerbare Energiequelle, die wir nutzen können. Vor allem durch Photovoltaikanlagen wird die Energie der Sonne gespeichert und nutzbar gemacht.

    • Wasserkraft: Diese Energiequelle hat eine lange Tradition, denn Wasserkraft wird schon seit hunderten Jahren in Mühlen genutzt. Heutzutage nutzen wir große Wasserkraftanlagen an Flüssen oder auf dem Meeresgrund zur Energiegewinnung.

    • Geothermie: Erdwärme ist gespeicherte Wärme in der Erdkruste. Dafür wird Wärmestrom aus dem Erdinneren gewonnen und sowohl zum Heizen als auch zur Stromgewinnung genutzt.

    • Bioenergie: Auch aus der Kraft der Biomasse gewinnen Ingenieure für Biotechnologie Energie. Beispielsweise kann die Kraft, die bestimmte Pflanzen zum Wachstum benötigen, genutzt werden, um Strom zu erzeugen.

    Was erwartet Dich im Bereich erneuerbare Energien?

    Die erneuerbaren Energien zählen zur Energiewirtschaft. Hier bist Du als Energieingenieur gefragt. Insbesondere der Klimawandel hat die Entwicklung in dieser Branche angetrieben. Daher werden in der Energie- und Umweltwirtschaft jährlich mehrere tausend neue Arbeitsstellen für Ingenieure geschaffen. Als Ingenieur für erneuerbare Energien entwickelst Du neue Technologien zur regenerativen Energiegewinnung, optimierst und wartest die bestehenden Anlagen und Verfahren und konstruierst Du neue Anlagen wie Windräder, Photovoltaik oder Wasserkraftwerke.

    Als Ingenieur in der Energie- und Umweltwirtschaft liegt Dein durchschnittliches Jahresgehalt bei 44.900 €. Gebraucht werden für den Ausbau der Erneuerbaren Energien insbesondere gut ausgebildete Ingenieure aus den Fachbereichen

    In welchen Branchen kannst Du mit erneuerbaren Energien arbeiten?

    Als Ingenieur im Bereich der erneuerbaren Energien kannst Du nicht nur in der Energie- und Umweltbranche arbeiten, sondern auch in vielen weiteren Branchen des Ingenieurwesen:

    • Elektroindustrie: Anders als in der Energiewirtschaft befasst Du Dich in der Elektrotechnik nicht nur mit der Gewinnung von regenerativen Energien, sondern vor allem mit deren Nutzung und Weiterverarbeitung.

    • Automobilbranche: Die Elektromobilität ist ein Megatrend in der Automobilindustrie. Es zeichnet sich ab, dass die Verbrennungsmotoren auch in der Ingenieurnation Deutschland langsam "ausgebrannt" sind. Auf Initiative der Regierung sollen Dieselautos schon bis 2030 vom Markt verschwinden und auch die Benziner erwartet früher oder später das Aus. Deutschland – so wie viele weitere Industrienationen – setzt auf den elektronischen Antrieb als Motor der Zukunft. Da Elektroautos aber für die Endverbraucher noch zu unattraktiv und zu teuer sind, gibt es hier für Ingenieure wie Dich in der Fahrzeugtechnik noch viel zu tun: Du entwickelst effiziente Konzepte und baust attraktive Elektrofahrzeuge.

    • Bauingenieurwesen: Du planst und konstruierst Solaranlagen auf Dächern und die energetische Grundversorgung von Gebäuden aller Art.

    • Luft- und Raumfahrt: Auch das Fliegen soll grüner werden. Als Energieingenieur in der Luft- und Raumfahrtindustrie arbeitest Du an den Antrieben von Flugzeugen und Raketen, die mit Biokerosin betrieben werden. Dieser regenerative Kraftstoff wird aus Pflanzenölen wie z.B. Raps- und Palmöl oder Algen hergestellt.

    • Wissenschaft und Forschung: Als Energieingenieur kannst Du auch an neuartigen, alternativen Methoden zur Gewinnung von regenerativen Energien forschen und diese optimieren. Du arbeitest dann in Forschungsinstituten an Universitäten oder innerhalb der Elektroindustrie.

    Deine Perspektiven und Zukunftsaussichten

    Die Branche der erneuerbaren Energien ist auf Zukunft gepolt: Momentan machen die erneuerbaren Energien zwar erst etwa 15 % des Bruttoenergieverbrauchs in Deutschland aus. Diese Zahl soll in den kommenden Jahren jedoch deutlich gesteigert werden. Im Jahr 2016 wurden insgesamt 14,2 Milliarden € in erneuerbare Energieanlagen investiert. Am meisten wird für die Windenergie an Land und auf dem Wasser sowie für die Photovoltaik ausgegeben. Nach China und den USA liegt Deutschland auf Platz 3 bei den Investitionen in Entwicklung und Ausbau von erneuerbaren Energien. Nicht nur für unsere Umwelt, sondern auch für Dich als Ingenieur ist das eine gute Nachricht. Der Arbeitsmarkt bietet Dir viele Möglichkeiten. Etwa 230.000 neue Arbeitsplätze sollen bis spätestens 2050 durch die erneuerbaren Energien entstehen.

    Kurz gesagt:
    • Erneuerbare Energien sind Wind-, Solar- und Wasserkraft sowie Geothermie und Bioenergie.
    • Für die Energiewende braucht es Ingenieure aus der Energietechnik, dem Bauingenieurwesen, der Biotechnologie und der Automatisierungstechnik.
    • Du hast als Ingenieur gute Chancen einen aussichtsreichen Job im Bereich der Erneuerbaren Energien zu finden.
     
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