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Wieso passt Du perfekt zum Job? Das Motivationsschreiben für Ingenieure

Wir zeigen Dir, wie Du beim neuen Arbeitgeber mit Deiner Persönlichkeit punktest

Von Tim Lamkemeyer

 

 

Lebenslauf und Anschreiben sind die Basics in jeder Bewerbung – manche Unternehmen wollen Dich aber noch etwas genauer kennenlernen und fordern schon in der Stellenausschreibung ein Motivationsschreiben. Aber warum passt gerade Du perfekt zum ausgeschriebenen Job? Wieso würdest Du besonders gern für genau dieses Unternehmen arbeiten? Und was unterscheidet eigentlich das Motivationsschreiben vom Anschreiben? Wir geben Dir Tipps, was auf die dritte Seite Deiner Bewerbung gehört, wie Du sie am besten aufbaust und Dein Motivationsschreiben auch als eher sachlich orientierter Ingenieur emotional aufpeppen kannst.

Wann gehört die “dritte Seite” in Deine Bewerbung?

Im Gegensatz zum obligatorischen Anschreiben mit Lebenslauf ist ein Motivationsschreiben entweder freiwillig oder wird explizit in der Stellenausschreibung gefordert. Wenn es in der Stellenanzeige nicht erwähnt wird, kannst Du es mit gutem Gewissen weglassen und solltest es wirklich nur in Deine Bewerbung einbauen, wenn Du eine besondere Verbindung zur ausgeschriebenen Stelle oder zum Unternehmen hast.

Wenn in einer Stellenanzeige aber darum gebeten wird, der Bewerbung ein Motivationsschreiben beizufügen, solltest Du das auf jeden Fall machen, um allen formalen Anforderungen an Deine Bewerbung gerecht zu werden. Gerade in großen Unternehmen wird die erste Entscheidung, wer in die nächste Bewerbungsrunde kommt, nämlich häufig nicht nur anhand Deiner Noten in Strömungslehre, Deinen bisherigen Praktika in Produktionsbetrieben oder Deiner IT-Kenntnisse gefällt, sondern auch daran, ob Du alle geforderten Unterlagen eingereicht hast.

Wenn Du Dich per Mail bei dem neuen Unternehmen bewirbst, kannst Du Dein Motivationsschreiben einfach an dritter Stelle Deiner Bewerbungsunterlagen in dem PDF-Dokument einfügen. Wenn Du Dich über ein Online-Formular bei Deinem potenziellen neuen Arbeitgeber vorstellst, gibt es dort in den meisten Fällen vorgefertigte Felder, in denen Du Dein Anschreiben, Deinen Lebenslauf und Deine Zeugnisse hochladen kannst. Diese Dokumente sind in den meisten Fällen verpflichtend. Darunter gibt es aber häufig auch noch ein nicht-verpflichtendes “Sonstiges”-Feld, das Du dann für Dein Motivationsschreiben nutzen kannst.

Was gehört in Dein Motivationsschreiben als Ingenieur?

Der Name sagt es schon: Im Motivationsschreiben beschreibst Du Deine Motivation, wieso Du gerade bei diesem Maschinenbau-, Elektro oder Fahrzeugtechnik-Unternehmen arbeiten möchtest und gehst darauf ein, welchen Mehrwert Du mit für die Firma mitbringst. Diese Punkte fasst Du eigentlich in Deinem Anschreiben schon zusammen. Wenn Du aber ein Motivationsschreiben verfasst, solltest Du sie im Anschreiben nur kurz erwähnen und auf die dritte Seite Deiner Bewerbung verweisen. Dort kannst Du Deine Motivation für genau diesen Job detailliert beschreiben.

Als Leitfaden kannst Du die folgenden Fragen beantworten und die Antworten anschließend im Motivationsschreiben verpacken:

  • Welche besonderen Stärken wie etwa IT-Skills oder Fremdsprachenkenntnisse hast Du?
  • An welchen Stellen im Unternehmen kannst Du diese Stärken besonders gut einsetzen?
  • Was hebt genau dieses Unternehmen von den anderen Maschinenbau- oder Zulieferbetrieben ab?
  • Welche Vorerfahrungen, z.B. im Projektmanagement oder dem Qualitätsmanagement, hast Du bis jetzt schon durch Praktika oder Werkstudentenstellen gesammelt?
  • Welche langfristigen Ziele verfolgst Du beruflich und privat und wie kann dieser Job Dir dabei helfen, sie zu erreichen?

Diese thematischen Unterpunkte kannst Du übrigens auch super nutzen, um Deinem Motivationsschreiben Struktur zu verleihen, indem Du etwa passende Zwischenüberschriften wie “Soft Skills” oder “Ziele” in Deinen Text einbaust.

So schreibst Du Deinen Motivationsbrief

Wie im Anschreiben und dem Lebenslauf solltest Du auch beim Motivationsschreiben immer darauf achten, nicht einfach alles unterzubringen, was Dir zu den 5 Fragen einfällt. Beschränke Dich etwa auf Deine Erfahrungen im ausgeschriebenen Fachbereich oder Berufsfeld und lass Dein Schulpraktikum beim Zahnarzt oder Lokalradio weg. Als Faustregel gilt beim Motivationsschreiben: Es sollte nicht länger als eine Seite sein.

Um dem Personalverantwortlichen noch klarer zu machen, dass die dritte Seite Deiner Bewerbung wirklich individuell auf sein Unternehmen und die zu besetzende Stelle zugeschnitten ist, kannst Du bei Deinen Formulierungen die Signalwörter aus der Ausschreibung nutzen. Schreib also z.B. sowas wie: “Relevantes Wissen in der Produktion konnte ich durch meine Werkstudententätigkeit bei der Firma XYZ gewinnen.” oder “Sehr gute Softwarekenntnisse in INCA und Flex Pro habe ich im Studium gesammelt und für mein Projekt XYZ vertieft.”

Tipp: Übertreib es nicht mit dem Loben des Unternehmens! Auch wenn Du Dich etwa bei einem Technologie- oder Weltmarktführer bewirbst, solltest Du Dein Motivationsschreiben nicht zu unterwürfig formulieren oder “schleimen”. Schreib die dritte Seite Deiner Bewerbung selbstbewusst und mit dem Wissen, dass Du für das Unternehmen einen Mehrwert darstellst.

Vermeide diese Fehler im Motivationsschreiben

Als Ingenieur lernst Du im Studium, wie Du Dich möglichst wissenschaftlich ausdrückst und etwa Versuchsabläufe möglichst detailliert beschreiben kannst. Im Text für die dritte Seite Deiner Bewerbung solltest Du allerdings versuchen, so locker wie möglich zu formulieren. Setz Dir dabei am besten das Ziel, dass Deine geschriebenen Sätze sich so anhören sollen, als ob Du etwa Deinen Kumpels erzählst, wieso Du genau diese Stelle als Produktions- oder Entwicklungsingenieur bei diesem Unternehmen gerne hättest und welche Eigenschaften für Dich sprechen.

Viele Vorlagen im Internet laden dazu ein, sie einfach zu kopieren und nur minimal mit Deinem Namen und Deinen IT- oder Werkstoffkenntnissen anzureichern. Lass davon lieber die Finger, denn die Personalverantwortlichen haben all diese Vorlagen schon 100 Mal gesehen und erkennen auf den ersten Blick, dass Du Dir weniger Mühe gegeben hast, als Deine Mitbewerber. Als Anregung für ein oder zwei gelungene Formulierungen kannst Du sie aber durchaus nutzen.

Kurz gesagt:
  • Das Motivationsschreiben heißt auch “dritte Seite”, weil es in Deiner Bewerbung nach dem Anschreiben und Deinem Lebenslauf kommt.
  • Dort kannst Du genau ausführen, wieso Du die optimale Besetzung für die ausgeschriebene Position bist, wieso Du genau zu diesem Unternehmen willst und welche Eigenschaften Du mitbringst, um das Unternehmen weiter nach vorn zu bringen. Diese Punkte solltest Du im Anschreiben dann nur kurz anreißen oder ganz weglassen.
  • Wenn Du das Motivationsschreiben verfasst, solltest Du eher an ein nettes Gespräch mit Freunden als an eine wissenschaftliche Arbeit für die Uni denken.
 

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