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Dein Werdegang auf einen Blick: Der Ingenieur-Lebenslauf

Unsicher, ob Dein Lebenslauf gut ankommt? Was hinein gehört, erfährst Du hier.

Von Leila Weltersbach

 

 

Hat ein Personalverantwortlicher Deine Ingenieur-Bewerbung vor sich, nimmt er sich oft nur wenige Minuten Zeit, um einen Eindruck von Dir zu bekommen. Gerade bei großen und bekannten Unternehmen muss er nämlich innerhalb kurzer Zeit je nach Stelle auch mal hunderte Bewerbungen sichten. Deshalb sieht er sich in der Regel zuerst Deinen Lebenslauf an, um Deinen bisherigen Werdegang nachzeichnen zu können. Der Personaler liest sich dabei die einzelnen Stationen, an denen Du studiert oder gearbeitet hast, durch und baut diese zu einem Gesamtbild zusammen. Deshalb ist der Lebenslauf bei Deiner Bewerbung besonders wichtig. Wir haben für Dich die Tipps speziell für Ingenieure:

    Inhalt: Das gehört in Deinen Lebenslauf

    • Hard Facts: Zunächst müssen Deine Kontaktdaten am Anfang Deines Lebenslaufs stehen. Dann folgt die aktuellste Station Deines Lebenslaufs. Je nachdem, ob Du gerade mit der Uni fertig bist oder bereits ein bisschen Berufserfahrung hast, kann das etwa Dein letzter Job, deine Werkstudententätigkeit, ein Praktikum oder auch Dein Abschlusszeugnis vom Studium sein. Wenn Du Wehrdienst, Zivildienst oder eine ehrenamtliche Tätigkeit vorweisen kannst, solltest Du diese auch in Deiner Bewerbung erwähnen. Neben den einzelnen Hochschulen und erworbenen Abschlüssen (inkl. Deiner Noten) solltest Du die Qualifikationen nennen, die für Deine Arbeit wichtig sein könnten. Dazu gehören z.B. Deine Sprachkenntnisse, Auslandsaufenthalte, Angaben zum Führerschein, Praktika in Ingenieur-Unternehmen oder Workshops, größere ingenieurwissenschaftliche Projekte wie etwa selbstgebaute Roboter oder das Coden eigener Websites, Teilnahmen an Mathe- oder Physik-Wettbewerben und Deine IT-Skills.

    • Praxiserfahrungen: Im Mittelpunkt Deines Lebenslaufs stehen Deine praktischen Erfahrungen im Ingenieurwesen. Dabei gilt: Qualität vor Quantität. Nenne also nur die relevanten Praktika und Jobs, die Du bisher gemacht hast. Die Angabe der Werkstudententätigkeit bei einem Zulieferer für Automobilkomponenten ist etwa für einen Job als Entwicklungsingenieur sinnvoll, während der Studentenjob als Fahrer eines Lieferdienstes kaum sinnvolle Rückschlüsse auf Deine Qualifikation als Ingenieur gibt. Gib dabei unbedingt immer den Arbeitgeber, den Zeitraum, die Positionsbezeichnung der Tätigkeit und am besten auch Deine hauptsächlichen Tätigkeitsbereiche an. Dazu reichen Stichpunkte, die aber so aussagekräftig sind, dass klar wird, welche Rolle und Funktion Du jeweils eingenommen hast. Geh also z.B. darauf ein, ob Du als Werkstudent in der Fertigung eigene Teilprojekte übernommen hast oder wie Du in Deinem letzten Job die Produktion oder Qualitätssicherung optimieren konntest. Die Zeugnisse über diese Tätigkeiten solltest Du Deiner Bewerbung anhängen.

    • Projektarbeiten: Zudem solltest Du im Lebenslauf für Deine Bewerbung eine gesonderte Liste mit allen Deinen Projekten innerhalb und außerhalb des Studiums anlegen. Nenne dabei immer den Kontext, das Ziel, den Zeitraum, die Größe des Teams, den Tätigkeitsbereich und die im Projekt verwendeten Technologien. Auch hierbei ist natürlich wieder die Relevanz für Deinen neuen Job wichtig: Technische Projeke, die sich z.B. mit der Entwicklung von Flugzeug- oder Eisenbahnmodellen oder der Programmierung einer KI beschäftigen, gehören in Deinen Lebenslauf. Nicht-Technische Projekte kannst Du weglassen.

    • Skills: Für Personaler ist besonders wichtig, was Du kannst und welche Fähigkeiten Du hast. Du solltest deshalb zusätzlich Deine technischen Skills gesondert im Lebenslauf aufführen. Vor allem die IT-Skills wie etwa die sichere Verwendung von CAD-Software oder Deine Java-Kenntnisse interessieren die Unternehmen besonders, aber auch Deine Kenntnisse beispielsweise in Pneumatik, optischen Technologien oder Projektmanagement-Tools können im Lebenslauf für Dich sprechen. Nach diesen scannen die Personaler im Ingenieurwesen die Lebensläufe häufig als allererstes.

    • Hobbies: Ob Hobbies generell in den Lebenslauf gehören, ist umstritten. Zu den Pflichtangaben gehören sie auf jeden Fall nicht. Es kann aber taktisch klug sein, wenn Du Deine persönlichen (technischen) Leidenschaften nennst. Als Berufseinsteiger ist es zu empfehlen, dass Du auch Deine Hobbies kurz angibst. Wenn Du z.B. schon im Jugendalter in einer Elektronik-AG warst oder leidenschaftlich gern an Autos rumschraubst, kann das nur einen positiven Eindruck hinterlassen.

    • Bewerbungsfoto: Auch ein Foto muss nicht Teil Deiner Bewerbung sein, ist aber für den ersten Eindruck immer zu empfehlen. Das Bewerbungsfoto fängt grundsätzlich den ersten Blick ein und sollte daher unbedingt von einem professionellen Fotografen gemacht werden – die Investition lohnt sich, denn der erste Eindruck zählt.

    • Tipp: In den USA ist es üblich, ein sogenanntes "Career Objective" in einem knackigen Satz zu formulieren und den Lebenslauf-Stationen voranzustellen. Dabei fasst Du in einem Satz zusammen, was Dein konkretes, nächstes berufliches Ziel ist. So kannst Du die Aufmerksamkeit des Personalverantwortlichen auf einfache, aber effektive Weise auf Dich lenken und hebst Dich durch einen einzigen Satz von den standardisierten Lebensläufen der anderen Bewerber ab.  

    Struktur: So baust Du Deinen Lebenslauf auf

    • Aufbau: Grundsätzlich sollte der Lebenslauf für die Bewerbung nicht länger als zwei Seiten sein. Am gängigsten ist der tabellarische Lebenslauf. Das bedeutet, Du legst eine linke und eine rechte Spalte an. In der linken Spalte notierst Du dann jeweils den Zeitraum und in der rechten Spalte folgt die Tätigkeit, also das Unternehmen und der Aufgabenbereich eines Jobs oder der Name der (Hoch-)Schule und Dein Abschluss mit Note. Wenn Du ein Praktikum, eine Werkstudententätigkeit oder Deinen ersten Ingenieur-Job in den Lebenslauf aufnehmen möchtest, kannst Du Dich beim Tätigkeitsbereich an den Arbeitsinhalten, die in Deinem Arbeitszeugnis aufgezählt sind, orientieren.

    • Reihenfolge: Hier hat sich inzwischen die umgekehrt-chronologische Variante durchgesetzt. Dabei fängst Du mit Deiner momentanen Tätigkeit an und gehst dann in der Zeit zurück. Der Vorteil dieser sogenannten amerikanischen Reihenfolge ist, dass der Personaler auf den ersten Blick sieht, an welchem Punkt Deiner Ingenieur-Karriere Du gerade stehst. Die wichtigsten Infos, etwa ob Du gerade frisch aus dem Studium kommst oder schon Berufserfahrung gesammelt hast, hat er so auf den ersten Blick vor sich und kann sich bei tiefergehendem Interesse immer noch Deine Schullaufbahn oder Dein erstes Praktikum aus dem Lebenslauf suchen.

    • Schreibstil: Am besten, Du hältst Dich beim Schreiben Deines Lebenslaufs immer kurz und knapp: Stichpunkte reichen vollkommen aus. Gerade im Ingenieurwesen geht es weniger um kreative Formulierungen als vielmehr um Fakten und Zahlen, die der Personaler auf einen Blick erkennen und einordnen kann.

    • Formatierung: Um dem Lebenslauf in Deiner Bewerbung ein Bewerbungsfoto hinzuzufügen, hast Du zwei Möglichkeiten: Entweder Du fügst Dein Foto oben auf der rechten Seite neben Deinen Kontaktdaten im tabellarischen Lebenslauf ein. Eine andere Möglichkeit ist, dass Du ein extra Titelblatt vor Deine Bewerbungsunterlagen legst. In dieser Variante sind auf dem Titelblatt Dein Foto und Deine Kontaktdaten zu finden. Deine relevanten Schul-, Hochschul- und Arbeitszeugnisse hängst Du dem Lebenslauf an. Dabei beginnst Du mit dem Abschlusszeugnis Deiner weiterführenden Schule, hängst falls vorhanden das Abi-Zeugnis dran und kommst dann über die Zeugnisse aus Deinem Studium zu den Arbeitszeugnissen aus Praktika oder Werkstudententätigkeiten. Du merkst sicher schon: Da kommen jede Menge Dateien zusammen. Wichtig ist deshalb, dass Du bei Online-Bewerbungen nicht alles einzeln schickst. Packe am besten Dein Bewerbungsschreiben, den Lebenslauf und Deine Zeugnisse in eine PDF-Datei, damit der Personaler nicht unzählige Einzeldateien öffnen und in seinem System ablegen muss.

    Der Lebenslauf ist das Aushängeschild Deiner Bewerbung und sollte dem Personaler auf einen Blick zeigen, welche Fähigkeiten Du hast und welche Berufserfahrung Du bis jetzt durch Werkstudententätigkeiten oder Praktika sammeln konntest. Achte beim Schreiben Deines Lebenslaufs deshalb immer darauf, nur wirklich relevante Informationen mit aufzunehmen und Dich nicht in Details zu verlieren, die nichts mit der ausgeschriebenen Stelle zu tun haben.

     

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