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Technisches Englisch für Ingenieure – Wie wichtig ist das eigentlich?

Damit Du Dich sicher fühlen kannst im internationalen Berufsleben von Ingenieur:innen

Von Florian Damke

 

 

Als Exportnation kommen deutsche Unternehmen nicht drumherum, international aktiv zu sein. Viele Ressourcen z. B. werden aus dem Ausland importiert und erfordern Kommunikation auf internationaler Ebene. Auch Du als Ingenieur:in wirst in der Zukunft zumindest sporadisch in die Kommunikationskiste greifen müssen, um Dich mit internationalen Kontakten verständigen zu können. Dabei ist Englisch tatsächlich nicht immer die einzige Fremdsprache, die gefragt ist. Auch Sprachen wie Französisch, Spanisch und Italienisch können Dir Deinen Berufsalltag einfacher machen. Generell kann man zusammenfassen, dass Du als Ingenieur:in in einer globalisierten Industrie arbeitest. Dementsprechend ist es wichtig, dass Du Dich auch auf internationalem Level kommunikativ zurechtfindest. Damit das klappt und zu Deinem Vorteil läuft, haben wir in diesem Artikel alles rund ums Thema technisches Englisch und interkulturelle Kompetenzen für Dich zusammengefasst.

Deshalb wird es mit reinem Schulenglisch schwer für Dich!

Neben anderen sogenannten Softskills sind technische Englischkenntnisse ein mittlerweile fester Bestandteil der Skills, die Du als Ingenieur:in mitbringst. Besonders wichtig sind sie für Dich bei der Kommunikation mit internationalen Kolleg:innen. Vor allen Ingenieur:innen, die im Vertrieb, Einkauf, Produktmanagement und in der Logistik arbeiten, können sich vor der Kommunikation auf Englisch nicht drücken. Aber nicht nur sicherer Umgang mit Grammatik ist relevant, sondern auch kulturelle Gepflogenheiten und Aussprache wollen trainiert sein

Du merkst es schon: An Englisch kommst Du generell nicht vorbei! Aber noch besser ist es natürlich, wenn Du auch technisches Englisch sprechen kannst. Die beiden Skills klingen erstmal gleich, aber es gibt doch ein paar Unterschiede.

Englisch ist Englisch, oder?! Nein!

Beim technischen Englisch muss bei Dir auch der Gebrauch von technischen Vokabeln sitzen. Wenn Du also in technischem Englisch geschult bist, hast Du den kompletten Wortschatz der deutschen Wörter für Materialien, Bauteile, Aufgaben, Werkzeuge und Co. auch in Englisch.

Auch wenn das Studium des Bauingenieurwesens, das wohl schwerste ist, geht es in Sachen Englisch bei der Elektrotechnik und dem Maschinenbau auch hoch her. Welche Vokabeln relevant sein könnten, haben wir hier in einer Liste mit Begriffen aus den beiden Fachbereichen für Dich als Beispiel:

  • Nockenwelle = Camshaft

  • Radialverdichter = Centrifugal compressors

  • Messtechnik = Metrology

  • Lagerkühlung = Bearing colling

  • Nennspannungskonzept = Nominal stress approach

  • Halbleiter = Semiconductor

  • Wechselspannung = A/C Alternating Voltage

Vorteile durch gute Fremdsprachenkenntnisse

Nicht nur für die Zusammenarbeit mit Deinen Kolleg:innen ist es relevant, dass Du sicher im Umgang mit der englischen Sprache bist, sondern auch für Dich. Es kann sich nämlich positiv für Dein Einstiegsgehalt auswirken. Mit bis zu 10 % mehr Gehalt kannst Du rechnen, wenn Du ausführlich Erfahrungen im internationalen Bereich nachweisen kannst. Das bedeutet z. B. einen Nachweis der englischen Sprache und einer weiteren Fremdsprache, die Du durch Deinen Lebenslauf vorweisen kannst. Dabei gilt aber auch, dass Dein Arbeitgeber diese Zusatzqualifikationen fordert und Du somit Dein höheres Gehalt rechtfertigen kannst. Aber auch um Dich gegen andere Bewerber:innen durchzusetzen ist es wichtig, nicht nur technisch, sondern auch sprachlich auf dem Laufenden zu bleiben.

Sprachkenntnisse allein bringen Dir aber nichts: Zusätzlich zu Deinen englischen Kompetenzen sollten auch Deine allgemeinen kulturellen Skills ausgebildet sein. Das bedeutet, dass Du Dich beispielsweise im Vorfeld darüber informierst, mit wem Du zusammenarbeitest, um im Idealfall kulturelle Konflikte zu vermeiden. Dabei gilt es zu beachten, dass diese Skills auch gezielt trainiert werden können – beispielsweise vor dem Hintergrund einer Verhandlung, einer Präsentation oder dem Verhalten in einem Meeting mit Deinen Kolleg:innen aus Asien, Amerika oder sogar anderen Ländern Europas.  

Wie und wo kann ich das trainieren?    

Es gilt, "practice makes perfect". Klar, es hilft, sich Sprachen anzuhören und zu lesen, aber nichts bringt so schnellen Erfolg wie der aktive Gebrauch mit anderen Personen. Während des Studiums ist ein Auslandsaufenthalt an manchen Universitäten in Form eines Erasmussemesters möglich. Aber auch nach oder vor dem Studium kannst Du Dich nach Praktika im Ausland umschauen. Je nach Fachbereich zum Beispiel bei Werften für den Schiffsbau, Werkzeugmaschinen-Hersteller im Maschinenbau, Produkt Design und Co. Durch das Leben im Ausland wirst Du quasi gezwungen, eine andere Sprache zu nutzen und bekommst den größtmöglichen Erfahrungszuwachs durch den Umgang mit Deinen Kommiliton:innen und Kolleg:innen. Auch hier gilt wieder: Nicht nur die Sprache wird hier gelernt, sondern auch die Interaktion miteinander. Wenn Du vor Ort erfährst, wie der lokale Austausch stattfindet, findest auch Du ganz einfach Deine Rolle bei internationalen Unternehmen.

Zusätzlich zum Auslandssemester gibt es auch die Möglichkeit, an Seminaren, Schulungen oder Coachings teilzunehmen. Dabei ist es wichtig, dass Du auf Internationalität achtest und etwa Kurse für Internationalmanagement oder Global Human Resources auswählst. Dabei musst du daran denken, dass der Fokus bei der Suche auf den Schlagwörtern „global“ und „international“ liegt.

Für Deinen Lebenslauf gilt: Bescheidenheit ist eine Tugend, aber Schüchternheit ist ein Laster

Selbstverständlich ist es wichtig, dass Dein zukünftiger Arbeitgeber informiert ist über die Details Deiner internationalen Kompetenzen. Diese sollten aber nicht Deine Qualitäten als Ingenieur:in überschatten. Du bewirbst Dich schließlich als Ingenieur:in und nicht als Dolmetscher und deshalb stehen Deine Skills in additiver Fertigung, technischer Mechanik oder Kunststofftechnik natürlich nach wie vor ganz oben im Lebenslauf.
Im Bewerbungsgespräch kannst Du dann aber ausführlicher über Deine internationalen Erfahrungen berichten und gerne auf Dein Wissen im technischen Englisch hinweisen. 

KURZ GESAGT

  • Als Ingenieur:in arbeitest Du oftmals im internationalen Kontext und Du benötigst die entsprechenden Skills, um Dich auch dort zu behaupten.

  • Technisches Englisch will gelernt sein und es reicht leider nicht, wenn Du Dich auf Deinem Schulenglisch ausruhst. Die Welt der Technik besitzt ein umfangreiches Vokabular, das Dir zumindest in einem internationalen Konzern auch im Englischen vertraut sein muss.

  • Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Deine internationalen Kompetenzen zu erweitern, aber aufgepasst: Englisch-Skills allein reichen nicht! Am wichtigsten bleibt natürlich Dein technisches Verständnis.

 

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