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Praxiserfahrung im Ingenieurwesen

Raus aus der Uni und rein in den Job? Praxisprojekte machen beim Berufseinstieg oft den Unterschied

Von Leila Weltersbach

 

 

Neben Deinen theoretischen Fachkenntnissen aus dem Studium ist auch erste Praxiserfahrung für Deinen Berufseinstieg als Ingenieur sehr wichtig. Arbeitgeber erwarten von Jungingenieuren in der Regel, dass sie sich schon in der Praxis bewiesen haben – das gilt auch, wenn Du Dich für ein Traineeprogramm bewirbst. Die entsprechende Erfahrung bringst Du als Absolvent eines dualen Ingenieur-Studiums oder einer Ausbildung automatisch mit. Dir bieten sich aber auch in einem regulären Ingenieurstudium einige andere Möglichkeiten, schon vor dem Berufseinstieg tiefe Einblicke in die Arbeitswelt zu erhalten. Wir zeigen Dir, wie das am besten geht und wie Du die wichtigsten Ingenieur-Skills erlangst.

    Praktikum

    Praktika sind häufig bereits fester Bestandteil des Ingenieur-Studiums. In diesem Fall absolvierst Du im 5. oder 6. Semester ein Praxissemester – oder kannst eine vorgegebene Anzahl an Praktikumswochen flexibel selbst auf die Semesterferien verteilen. Wenn kein praktisches Semester in Deinem Ingenieur-Studium vorgesehen ist, kannst Du alternativ freiwillige Praktika in der vorlesungsfreien Zeit absolvieren. Um eine passende Stelle dafür zu finden, solltest Du die Kontakte Deiner Dozenten, die gut mit der Wirtschaft vernetzt sind, nutzen. Darüber hinaus ist das Stellenwerk Deiner Hochschule eine gute Anlaufstelle. Oft stellen Unternehmen aus dem Ingenieurwesen auch Praktikanten ein, wenn sie keine explizite Stelle ausgeschrieben haben – eine Initiativbewerbung bei Deinem Wunscharbeitgeber kann sich also lohnen. Vor allem in Forschung und der güter-produzierenden Industrie sind Ingenieurwissenschaftler gerne gesehen.

    Ein Praktikum eignet sich optimal dazu, herauszufinden, welcher Ingenieur-Beruf zu Dir passt und wie die Arbeit in Deiner favorisierten Branche aussieht. Wenn Du noch in der Orientierungsphase steckst, solltest Du darauf achten, dass Du einen Einblick in möglichst viele Fachbereiche und Abteilungen erhältst. Das hat 2 bedeutende Vorteile für Dich: Zum einen erhältst Du wichtige Erkenntnisse für Deinen weiteren Studienverlauf sowie Deinen Berufswunsch und kannst bei der späteren Jobsuche gezielter vorgehen. Zum anderen werten mehrere Praktika Deinen Lebenslauf auf und sorgen für Pluspunkte bei der Bewerbung. Du erlangst dadurch zusätzliche Ingenieur-Skills.

    Nebenjob

    Nebenjobs sind für Dich eine andere Möglichkeit, schon während des Ingenieur-Studiums praktische Erfahrungen zu sammeln. Wähle am besten einen Nebenjob innerhalb Deines Fachbereichs – so kannst Du durch einige Stunden in der Woche, am Wochenende und in den Semesterferien bereits wertvolle Erfahrungen für Deinen Karriereweg machen und Dir neue Ingenieur-Skills aneignen. Beispielsweise stärkst Du Deine Teamfähigkeit oder lernst neue Technologien und Methoden kennen.

    Werkstudententätigkeit

    Jobs für Werkstudenten richten sich meist an fortgeschrittene Studierende aus höheren Semestern der Ingenieurwissenschaften. Denn hier werden bereits spezifische Ingenieur-Skills in Form bestimmter Fachkenntnisse benötigt. Deine Werkstudententätigkeit sollte direkten Bezug zu Deinen Studieninhalten haben. Achte bei der Arbeitgeberwahl deshalb auf den Branchenschwerpunkt des Unternehmens und den Fachbereich, für den die Stelle ausgeschrieben ist. Als Werkstudent kannst Du Dein erworbenes Fachwissen praktisch anwenden und somit vertiefen – und wirst dafür auch noch bezahlt. Spätere Arbeitgeber werden es als Vorteil sehen, dass Du bereits in der "richtigen" Ingenieur-Arbeitswelt tätig warst.

    Ein weiterer positiver Nebeneffekt von Praktika, Werkstudentenjobs und Co. ist das Networking. Einerseits sammelst Du wichtige Kontakte, die Dir später bei der Jobsuche behilflich sein können. Andererseits erfährst Du von den "fertigen" Ingenieuren, wie die Arbeitswelt und der Berufsalltag im Ingenieurwesen aussehen und Du kannst Dir wichtige Tipps zum Ingenieur-Berufseinstieg holen.

    Abschlussarbeit

    Eine besonders spannende Möglichkeit schon vor dem eigentlichen Ingenieur-Berufseinstieg Praxiserfahrung zu sammeln, ist Deine Bachelor- bzw. Masterarbeit oder Deine Promotion mit Praxisbezug zu verbinden. Viele Unternehmen bieten angehenden Ingenieuren an, Abschlussarbeiten bei ihnen zu schreiben, die inhaltlich Themen untersuchen, die für das Unternehmen relevant sind. Im Anschluss hast Du häufig die Chance auf ein Jobangebot – in jedem Fall sammelst Du dort wichtige Kontakte in die Ingenieur-Berufswelt und baust Deine Ingenieur-Skills in der Arbeitswelt aus. Für Deine Abschlussarbeit bieten sich die entsprechenden Abteilungen in Industriekonzernen, mittelständischen Unternehmen aus dem Ingenieurwesen oder Forschungseinrichtungen an. Idealerweise wählst Du ein Forschungsthema bzw. ein Einsatzfeld, mit dem Du Dich auch später im Ingenieurberuf beschäftigen möchtest.

    Kurz gesagt:
    • Erste Praxiserfahrung ist beim Jobeinstieg im Ingenieurwesen entscheidend.
    • Vor dem Studienabschluss kannst Du Erfahrungen in Praktika, Nebenjobs, Werkstudentenstellen und bei Deiner Abschlussarbeit sammeln.
    • Alle Jobs, die Du während des Studiums machst, sollten einen Bezug zu Deinem Ingenieur-Fachbereich haben.
     
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